06
Mai
2024
In den medien Das Ifri in den Medien
Marie KRPATA , interviewt vom ZDF

Europareise: Xi Jinping lobt Beziehungen zu Frankreich | Xi in Frankreich gelandet - Protest in Paris

Chinas Staatschef Xi trifft heute in Paris den französischen Präsidenten Macron und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen. Gegen den Besuch hatte es Proteste gegeben.

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Zum ersten Mal seit Corona kommt Chinas Präsident Xi nach Europa. Erste Station ist Frankreich. Für die Franzosen geht es darum, China bei den großen globalen Fragen einzubinden.

Der französisch-chinesische Staatsbesuch ist ein Drahtseilakt der Diplomatie. Es zählen kleine Gesten. Kurz vor Xis Ankunft, trifft EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein. Das soll zeigen, Frankreich und die EU treten hier gemeinsam auf. Gleich zu Beginn kritisiert von der Leyen Marktverzerrung durch die Chinesen. „Unsere Beziehung wird herausgefordert durch staatlich hervorgerufene Überkapazitäten und ungleichen Marktzugang“, sagt die EU-Kommissionspräsidentin. Xi sagt darauf: „Wir hoffen, dass die chinesisch-französischen und die chinesisch-europäischen Beziehungen sich verstärken und gedeihen.“ Neben den Handelsbeziehungen geht es Emmanuel Macron darum, China einzubinden beim Eindämmen internationaler Krisen.

Wir werden die Ukraine und den Nahen Osten besprechen, zwei Konflikte, bei denen unsere Koordination entscheidend ist“, sagt Emmanuel Macron. Xi wird versuchen die Einigkeit der Europäer zu testen und einen Keil zwischen die USA und Europa zu treiben.

 

„Frankreich fordert immer wieder die strategische Autonomie, also die europäische Souveränität. Das kommt China sehr entgegen, weil China darin eine gewisse Distanzierung von den USA sieht,“ sagt Marie Krpata, Forscherin am französischen Institut für internationale Beziehungen.

 

Xi in Frankreich: ein Besuch, bei dem es um jeden Zentimeter Boden ankommt.

 

> Sehen Sie sich das Interview auf der ZDF-Webseite (1:06 - 1:25)

 

Schlüsselwörter
Emmanuel Macron Xi Jinping China Frankreich