22
Jan
2020
In den medien Das Ifri in den Medien
Hans STARK, zu Gast bei Marcel Wagner im SR 2 KulturRadio

Gemischtes Resumée

Genau ein Jahr gilt nun der Aachener Vertrag, mit dem Deutschland und Frankreich ihre Beziehungen 56 Jahre nach dem berühmten Elysée-Vertrag noch weiter verbessern wollten. Manches ist schon auf gutem Wege, anderes aber scheint ins Stocken geraten zu sein, wie Paris-Korrespondent Marcel Wagner herausgefunden hat.

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Vor genau einem Jahr, am 22. Januar 2019, haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Aachen einen Vertrag für noch mehr Zusammenarbeit und Integration unterschrieben. Er sollte den Élyséevertrag, den historischen Freundschaftsvertrag von 1963, ergänzen, weiterführen und besonders die Rolle der Grenzregionen aufwerten.

GEMEINSAMER WIRTSCHAFTSRAUM IN WEITER FERNE

>> "Insgesamt ist die Bilanz vom 22. Januar 2019, Unterschrift des Aachener Vertrages, bis jetzt eher ernüchternd", meint der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hans Stark vom Pariser Institut für internationale Beziehungen.

In Wirtschaftsfragen seien die beiden Staaten sogar eher noch weiter auseinandergedriftet - obwohl in Aachen ein "gemeinsamer Wirtschaftsraum" als Ziel vereinbart worden sei: "Deutschland sträubt sich, mehr zu investieren als notwendig", erklärte Stark im Gespräch mit Frankreichkorrespondent Marcel Wagner, "während Frankreich sich im Grunde genommen indirekt sträubt, sein Haushaltsdefizit so weit 'runter zu fahren, dass es von der hundertprozentigen Verschuldung, bei der Frankreich jetzt liegt, abkommt".

FORTSCHRITTE

Konkrete Fortschritte habe es dagegen beispielsweise beim Jugend- und Kulturaustausch, beim Aufbau eines deutsch-französischen Zukunftswerkes und bei der Verteidigung gegeben, meint Christoph Arend, ein Abgeordneter in der französischen Nationalversammlung.

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Schlüsselwörter
Deutsch-französische Beziehungen Deutschland Frankreich