17
Apr
2018
Publikationen Editorials
Deutsch-französische Reflexionsgruppe, Sie vereint 20 französische und deutsche Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Journalismus sowie verwandten Bereichen. 

Erneuerung des Elysée-Vertrags: mehr Substanz in der deutsch-französischen Zusammenarbeit für Europa Éditoriaux de l'Ifri, April 2018

Der französische Präsident Emmanuel Macron und die Kanzlerin Angela Merkel treffen heute zu Gesprächen in Berlin zusammen, um unter anderem über die Zukunft Europas zu sprechen. Wird der für 2019 vorgesehene neue Elyséevertrag auf der Agenda stehen? Die Deutsch-Französische Reflexionsgruppe, bestehend aus Experten der deutsch-französischen Beziehungen, hat in ihrem 7. Positionspapier hierzu eine Reihe von Vorschlägen entwickelt.

Für das Jahr 2018 steht die Erneuerung des Elysée-Vertrags auf der deutsch-französischen Agenda. Die Motivation für einen neuen Text liegt offen zu Tage: Der Elysée-Vertrag stammt aus der Zeit des Kalten Krieges, der deutschen Teilung und der beginnenden europäischen Integration. Er begründete die Institutionalisie-rung der bilateralen Zusammenarbeit und schuf mit dem Deutsch-Französischen Jugend-werk ein zentrales Instrument der deutsch-französischen Versöhnung. Der europäische und internationale Rahmen im Jahr 2018 ist jedoch ein gänzlich anderer als vor 55 Jahren. Das gemeinsame Interesse beider Länder liegt in der Bewältigung der enorm gewachsenen und nahezu alle Politikfelder betreffenden europapolitischen Herausforderungen – und dies auf der Basis effizienterer und alle ihre Ressourcen nutzender deutsch-französischer Beziehungen.​ 
Die deutsch-französische Reflexionsgruppe hat in ihrer siebten Sitzung eine Reihe von Vorschlägen erarbeitet, die Sie hier herunterladen können.
 
Dieser Artikel kann ebenfalls in französischer Sprache heruntergeladen werden: Vers un nouveau traité de l’Élysée : une coopération franco-allemande plus substantielle au service de l’Europe
 
 
             
 

Die deutsch-französische Reflexionsgruppe ist eine Initiative der Stiftung Genshagen sowie des Comité d’études des relations franco-allemandes (Cerfa) am Institut français des relations internationales (Ifri). Sie besteht aus zwanzig deutschen und französischen Mitgliedern und tritt zwei Mal im Jahr zusammen.

Die Mitglieder der Gruppe sind Experten, die insbesondere – aber nicht nur –, aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Medien kommen und deren Analyse und Urteilsvermögen sich sowohl aus der Expertise ihrer, teils sehr unterschiedlichen, Arbeitsfelder als auch aus ihrer deutsch-französisch Vita speist. Um eine neutrale und distanzierte Problemanalyse der Gruppe zu gewährleisten, wurde bei ihrer Zusammensetzung auf die Einbindung von Vertretern aus Politik, Diplomatie und Verwaltung bewusst verzichtet. Die Gruppe lädt jedoch Vertreter aus der politischen Praxis zu Anhörungen während der einzelnen Arbeitssitzungen ein.

 

Erneuerung des Elysée-Vertrags: mehr Substanz in der deutsch-französischen Zusammenarbeit für Europa
Schlüsselwörter
Deutsch-französische Beziehungen Deutschland Frankreich