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Die „Huawei-Saga 2.0“ – Europa und Deutschland zwischen Abhängigkeit und Souveränität

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Notes du Cerfa
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Notes du Cerfa, N° 187, Ifri, Juin 2025
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Zwar bemühte sich die Europäische Union mit ihrem „5G-Werkzeugkasten“ um eine koordinierte Reaktion beim Ausbau der 5G-Infrastruktur in Europa, doch gingen die Mitgliedstaaten bei der Abwägung politischer, wirtschaftlicher und technologischer Interessen deutlich auseinander. Deutschland – trotz seiner engen wirtschaftlichen Verflechtungen mit China und seiner Rolle als größter Telekommunikationsmarkt Europas – kam erst im Juli 2024 zu einer vagen Einigung, die weitgehend symbolischen Charakter trägt.

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Düsseldorf, Deutschland – 22. September 2024: Huawei, Logo und Schriftzug des chinesischen multinationalen Technologieunternehmens auf den Flaggen neben der Unternehmenszentrale der Marke in Düsseldorf
Düsseldorf, Deutschland – 22. September 2024: Huawei, Logo und Schriftzug des chinesischen multinationalen Technologieunternehmens auf den Flaggen neben der Unternehmenszentrale der Marke in Düsseldorf
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Dieser Kompromiss Ausdruck ist tiefsitzender institutioneller Spannungen und einer anhaltenden Zurückhaltung, die Abhängigkeit von chinesischer Technologie konsequent zu reduzieren – und das trotz zunehmender geopolitischer und sicherheitspolitischer Bedenken. Europa muss aus der zerklüfteten 5G-Erfahrung Lehren ziehen, um für die kommende 6G-Generation besser gewappnet zu sein. Eine zukunftsorientierte 6G-Strategie sollte auf Netzvielfalt, stärkere Verschlüsselung und eine geringere Abhängigkeit von risikobehafteten Anbietern setzen, um europäische Souveränität und digitale Resilienz zu sichern. Ein verbindlicherer und kohärenterer EU-Rahmen wäre nötig, um den Ausbau der nächsten Generation mobiler Netzwerke gemeinsam zu gestalten.

Tim Rühlig ist Senior Analyst am Europäischen Institut für Sicherheitsstudien (EUISS) und beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen Europa und China, der chinesischen Außen- und Technologiepolitik sowie der Politik Hongkongs. Seine Arbeit untersucht die Rolle Chinas bei der globalen Standardisierung, den US-chinesischen Technologiewettbewerb und die Auswirkungen auf Europa. Er hat einen Doktortitel von der Universität Frankfurt und einen Abschluss in internationalen Beziehungen, Politikwissenschaft und Kulturanthropologie.


Diese Publikation ist auf Englisch verfügbar (pdf): "The “Huawei Saga” in Europe Revisited: German Lessons for the Rollout of 6G".

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Notes du Cerfa, Nr. 187, Ifri, Juni 2025

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Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
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Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

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Die Landtagswahlen 2026 in Baden-Württemberg: Erster Test für die schwarz-rote Bundesregierung von Kanzler Merz?

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Marc DEBUS
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Bundeswehr: Von der Zeitenwende zum Epochenbruch

Date de publication
25 Februar 2026
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Die von Olaf Scholz am 27. Februar 2022 angekündigte Zeitenwende schaltet einen Gang höher. Finanziert durch die Verfassungsreform der „Schuldenbremse” vom März 2025 und getragen von einem breiten politischen und gesellschaftlichen Konsens zugunsten der Stärkung und Modernisierung der Bundeswehr, dürften die militärischen Kapazitäten Deutschlands in den nächsten Jahren rasch zunehmen. Vor dem Hintergrund sich wandelnder transatlantischer Beziehungen wird Berlin eine zentrale Rolle bei der Verteidigung des europäischen Kontinents zukommen, wodurch sich seine politisch-militärische Position auf dem Kontinent radikal verändert. 

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Héloïse FAYET Sven ARNOLD

Deutsch-französische Impulse für eine europäische Verteidigungspolitik – zwischen Gestaltungsanspruch und Defiziten

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Accroche

Mehr als 60 Jahre nach dem Élysée-Vertrag und sieben Jahre nach dem Vertrag von Aachen bleibt das deutsch-französische Tandem ein zentraler Machtfaktor innerhalb der Europäischen Union. Beide Länder bündeln einen erheblichen Teil des europäischen Bruttoinlandsprodukts, der industriellen Kapazitäten und der politischen Gestaltungsmacht. Gleichzeitig ist das Kräfteverhältnis im Jahr 2026 asymmetrischer geworden. Deutschland tritt unter Kanzler Friedrich Merz selbstbewusst als finanz- und sicherheitspolitisches Schwergewicht auf, während Frankreich politisch geschwächt ist.

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Düsseldorf, Deutschland – 22. September 2024: Huawei, Logo und Schriftzug des chinesischen multinationalen Technologieunternehmens auf den Flaggen neben der Unternehmenszentrale der Marke in Düsseldorf
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