MAGA und AfD: Auf dem Weg zu einem transatlantischen Bündnis der nationalistischen Rechten
Die Annäherung zwischen Donald Trumps MAGA-Bewegung und der deutschen AfD hat sich seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus deutlich beschleunigt.
Auch wenn sie nicht identisch sind, teilen beide Bewegungen dieselbe nationalistische und populistische Vision, die dem kulturellen Progressismus, supranationalen Institutionen und insbesondere der Europäischen Union feindlich gegenübersteht. Zu diesen ideologischen Gemeinsamkeiten kommen nun immer engere politische Beziehungen und transatlantische Netzwerke zwischen politischen Akteuren beider Gruppierungen hinzu. Die Annäherung zwischen MAGA und AfD stellt somit ein neues politisches Phänomen dar, das die deutsch-amerikanischen Beziehungen sowie das politische Gleichgewicht in Deutschland und Europa nachhaltig verändern könnte.
>> >> Hans Stark ist Professor für zeitgenössische deutsche Zivilisation an der Sorbonne Université. Von März 1991 bis März 2020 war er Generalsekretär Studienkomitees für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri. Seit März 2020 ist er Berater für die deutsch-französischen Beziehungen am Ifri, wo er den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die deutsche Außen- und Europapolitik legt.
- Diese Publikation ist auf Französisch verfügbar: Allemagne d'aujourd'hui, 2026/3 N° 257, Juli-September 2026 (S. 30-41).
Volkswagen, Mercedes und BMW im Duell mit Donald Trump
Die deutsche Automobilindustrie steht vor einer dreifachen Herausforderung: dem Wettbewerb aus China, einem schwierigen Übergang zur Elektromobilität und den US-Zöllen.
Mit Sicherheit eingebunden. Die bilaterale Wiederannäherung von Deutschland und Großbritannien nach dem Brexit
Seit dem britischen EU-Austritt haben die deutsch-britischen Beziehungen eine bemerkenswerte Wende durchlaufen: von der bewussten Distanzierung Berlins, während der Brexit-Verhandlungen – in denen Deutschland konsequent die Geschlossenheit der EU-27 über bilaterale Sonderwege – hin zu einer schrittweisen Wiederannäherung, die 2025 im Kensington-Freundschaftsvertrag ihren vorläufigen Höhepunkt fand.
Zwischen Protest und Machtanspruch: Die AfD vor den Landtagswahlen im Osten
Die Landtagswahlen im September werden zeigen, inwieweit sich die AfD von einer Protestpartei zu einer potenziellen Regierungspartei entwickelt, vor dem Hintergrund einer zunehmenden politischen Fragmentierung und wachsenden Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz und seiner Koalition. Während die AfD im Osten Deutschlands fest etabliert ist, gewinnt sie auch im Westen an Boden und wirft damit grundlegende Fragen zur Koalitionsbildung und zur künftigen Entwicklung der deutschen Politik auf.
Welchen Beitrag leistet die nukleare Abschreckung Frankreichs zur Verteidigung Europas?
Die französische nukleare Abschreckung dient in erster Linie der Verteidigung der lebenswichtigen Interessen Frankreichs, trägt jedoch auch zur Verteidigung Europas bei. Dieser Beitrag Frankreichs wird innerhalb des Atlantischen Bündnisses seit 1974 anerkannt, ist jedoch nach wie nicht in der Breite bekannt. Anlässlich einer Rede, die von den europäischen Partnern Frankreichs, aber auch von seinen Gegnern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurde, kündigte Präsident Emmanuel Macron nun ein neues Konzept für die nukleare Abschreckung Frankreichs an: das der „vorgelagerten Abschreckung“ (dissuasion avancée). Der vorliegende Artikel erläutert die Entstehungsgeschichte dieses Konzepts, seine wesentlichen Bestandteile sowie die in diesem Rahmen angestrebten Partnerschaften. Im Weiteren erörtert er den Bezug zur amerikanischen Doktrin der erweiterten Abschreckung (extended deterrence) und schließt mit einigen ethischen Überlegungen.