Deutsch-Französische Beziehungen: "Eine Ära des pragmatischen Umgangs"
Interview mit Jeanette Süß, Analystin am Französischen Institut für Internationale Beziehungen, zum Treffen des deutsch-französischen Ministerrates in Brühl und zu den bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich.
Europas nächstes Kampfflugzeug ist … eine Cloud
Nicht weniger als das Kampfflugzeug der nächsten Generation wollten Paris und Berlin seit 2017 zusammen entwickeln – ein Projekt, das krachend gescheitert ist. Dessen Herzstück aber ist noch nicht verloren, schreiben 14 renommierte Experten. Der Nutzen der Combat Cloud gehe sogar weit über die Luftstreitkräfte hinaus.
Welchen Beitrag leistet die nukleare Abschreckung Frankreichs zur Verteidigung Europas?
Die französische nukleare Abschreckung dient in erster Linie der Verteidigung der lebenswichtigen Interessen Frankreichs, trägt jedoch auch zur Verteidigung Europas bei. Dieser Beitrag Frankreichs wird innerhalb des Atlantischen Bündnisses seit 1974 anerkannt, ist jedoch nach wie nicht in der Breite bekannt. Anlässlich einer Rede, die von den europäischen Partnern Frankreichs, aber auch von seinen Gegnern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurde, kündigte Präsident Emmanuel Macron nun ein neues Konzept für die nukleare Abschreckung Frankreichs an: das der „vorgelagerten Abschreckung“ (dissuasion avancée). Der vorliegende Artikel erläutert die Entstehungsgeschichte dieses Konzepts, seine wesentlichen Bestandteile sowie die in diesem Rahmen angestrebten Partnerschaften. Im Weiteren erörtert er den Bezug zur amerikanischen Doktrin der erweiterten Abschreckung (extended deterrence) und schließt mit einigen ethischen Überlegungen.
Le Pen kandidiert in Frankreich als Präsidentin: Was ihr Sieg für EU und NATO bedeuten würde
in den vergangenen Jahren hat sich das Rassemblement National bemüht, für die Mitte wählbar zu werden – auch durch einen moderateren Kurs gegenüber NATO und EU.
Gefahr für Europa – Zerstört sich die politische Mitte selbst?
Auf den EU-freundlichen Präsidenten Macron konnte sich Deutschland stets verlassen, doch am Ende seiner Amtszeit zeigt sich: Die politische Mitte ist bedroht, extreme Parteien erstarken.
Aus für Kampfjet-Projekt FCAS: Nur Emmanuel Macron glaubte noch an den europäischen Superjet
Das ehrgeizigste Rüstungsprojekt Europas ist Geschichte. Für die Zukunft der deutsch-französischen Zusammenarbeit wirft das grundsätzliche Fragen auf.
Wer hat Angst vor Deutschland?
Die Bundeswehr soll zur stärksten Armee Europas werden. Macht das im Ausland jemanden nervös? Eine Spurensuche.
Kampfflugzeug-Aus belastet das Verhältnis zu Frankreich
Mit dem gemeinsam geplanten Flugzeug zerbricht mehr als ein Prestigeprojekt. Das Aus macht sichtbar, wie weit Berlin und Paris in bestimmten strategischen Fragen auseinanderliegen.
Deutschland und die „stärkste konventionelle Armee Europas“: Was denken die Franzosen?
Deutschland rüstet massiv auf. Das wird in Europa einerseits begrüßt, aber andererseits auch mit Argwohn beäugt. Die historische Last hemmt den europäischen Fortschritt.
Die deutsche Wirtschaft wieder ankurbeln: zwischen wirtschaftlichen, sozialen und verteidigungspolitischen Erfordernissen
Deutschland steht vor der Infragestellung der Grundlagen seines Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells und verliert die Orientierung. Das deutsche Nachkriegsmodells, das auf der Wirtschaftskraft der Bundesrepublik Deutschland beruht, und das jahrzehntelang mit Erfolg und Wohlstand gekrönt war, gerät stetig ins Wanken. Die bisher latente Angst vor Deindustrialisierung wird immer konkreter, insbesondere durch die Schwächung eines Schlüsselsektors: der Automobilindustrie.
Welchen Beitrag leistet die nukleare Abschreckung Frankreichs zur Verteidigung Europas?
Die französische nukleare Abschreckung dient in erster Linie der Verteidigung der lebenswichtigen Interessen Frankreichs, trägt jedoch auch zur Verteidigung Europas bei. Dieser Beitrag Frankreichs wird innerhalb des Atlantischen Bündnisses seit 1974 anerkannt, ist jedoch nach wie nicht in der Breite bekannt. Anlässlich einer Rede, die von den europäischen Partnern Frankreichs, aber auch von seinen Gegnern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurde, kündigte Präsident Emmanuel Macron nun ein neues Konzept für die nukleare Abschreckung Frankreichs an: das der „vorgelagerten Abschreckung“ (dissuasion avancée). Der vorliegende Artikel erläutert die Entstehungsgeschichte dieses Konzepts, seine wesentlichen Bestandteile sowie die in diesem Rahmen angestrebten Partnerschaften. Im Weiteren erörtert er den Bezug zur amerikanischen Doktrin der erweiterten Abschreckung (extended deterrence) und schließt mit einigen ethischen Überlegungen.
Die deutsche Wirtschaft wieder ankurbeln: zwischen wirtschaftlichen, sozialen und verteidigungspolitischen Erfordernissen
Deutschland steht vor der Infragestellung der Grundlagen seines Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells und verliert die Orientierung. Das deutsche Nachkriegsmodells, das auf der Wirtschaftskraft der Bundesrepublik Deutschland beruht, und das jahrzehntelang mit Erfolg und Wohlstand gekrönt war, gerät stetig ins Wanken. Die bisher latente Angst vor Deindustrialisierung wird immer konkreter, insbesondere durch die Schwächung eines Schlüsselsektors: der Automobilindustrie.
Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens: Letzter Akt eines endlosen Dramas für Deutschland?
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am 20. Januar 2026 erklärte Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission: „Geopolitische Schocks können und müssen eine Chance für Europa sein.“
Die Landtagswahlen 2026 in Baden-Württemberg: Erster Test für die schwarz-rote Bundesregierung von Kanzler Merz?
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg im März 2026 stellt den ersten großen Stimmungstest für die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz dar. Gleichzeitig ist Baden-Württemberg eines der Bundesländer, das – als wichtiger Standort der deutschen Automobilindustrie und ihrer Zulieferbetriebe – besonders von der durch Klimawandel und die internationale Konfliktkonstellation getriebenen Transformationspolitik betroffen ist.
Bundeswehr: Von der Zeitenwende zum Epochenbruch
Die von Olaf Scholz am 27. Februar 2022 angekündigte Zeitenwende schaltet einen Gang höher. Finanziert durch die Verfassungsreform der „Schuldenbremse” vom März 2025 und getragen von einem breiten politischen und gesellschaftlichen Konsens zugunsten der Stärkung und Modernisierung der Bundeswehr, dürften die militärischen Kapazitäten Deutschlands in den nächsten Jahren rasch zunehmen. Vor dem Hintergrund sich wandelnder transatlantischer Beziehungen wird Berlin eine zentrale Rolle bei der Verteidigung des europäischen Kontinents zukommen, wodurch sich seine politisch-militärische Position auf dem Kontinent radikal verändert.
Deutsch-französische Impulse für eine europäische Verteidigungspolitik – zwischen Gestaltungsanspruch und Defiziten
Mehr als 60 Jahre nach dem Élysée-Vertrag und sieben Jahre nach dem Vertrag von Aachen bleibt das deutsch-französische Tandem ein zentraler Machtfaktor innerhalb der Europäischen Union. Beide Länder bündeln einen erheblichen Teil des europäischen Bruttoinlandsprodukts, der industriellen Kapazitäten und der politischen Gestaltungsmacht. Gleichzeitig ist das Kräfteverhältnis im Jahr 2026 asymmetrischer geworden. Deutschland tritt unter Kanzler Friedrich Merz selbstbewusst als finanz- und sicherheitspolitisches Schwergewicht auf, während Frankreich politisch geschwächt ist.
Merz' Europapolitik: das Ende vom "German vote"?
Friedrich Merz’ Ziel ist es, Deutschland von der oft zögerlichen Rolle der vergangenen Jahre zu einem klar erkennbaren Gestaltungsakteur in der Europäischen Union zu machen, der seine Verantwortung für die europäische Integration offensiv wahrnimmt. Kern dieses Anspruchs ist das Versprechen, den „German vote“ zu überwinden – also jene Konstellationen, in denen Deutschland aufgrund innerstaatlicher Abstimmungsprobleme in Brüssel keine eindeutige Position bezieht und so die europäische Entscheidungsfindung blockiert.
Deutsch-französische Diagnosen
Ein zu allem entschlossener Imperialist im Kreml, ein unsicherer Kantonist im Weißen Haus: Die Zeiten für Europa waren schon mal besser. Wie können Paris und Berlin gemeinsam gegensteuern, welche Rolle spielen die Thinktanks beider Länder?
Frankreich-Deutschland: eine Neuordnung im Energiebereich ist unerlässlich
Frankreich und Deutschland müssen ihre Konflikte lösen und endlich eng zusammenarbeiten, um die Kosten der Energiewende zu begrenzen und die Energiesicherheit zu stärken. Nationale Politiken sollten nicht vereinheitlicht werden, sondern Komplementaritäten stärker akzentuiert und verfolgt werden. Ein Neuanfang ist 2025 nach den deutschen Wahlen möglich, setzt jedoch ein höheres Maß an Flexibilität und Effizienz bei der Umsetzung der EU-Ziele sowie die systematische Festigung des Prinzips der Technologieneutralität voraus.
70. Jahrestag des Studienkomitees für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa). Entstehung, Geschichte und Visionen für die deutsch-französischen Beziehungen
Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren.
Deutsch-Französische Beziehungen: "Eine Ära des pragmatischen Umgangs"
Interview mit Jeanette Süß, Analystin am Französischen Institut für Internationale Beziehungen, zum Treffen des deutsch-französischen Ministerrates in Brühl und zu den bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich.
Europas nächstes Kampfflugzeug ist … eine Cloud
Nicht weniger als das Kampfflugzeug der nächsten Generation wollten Paris und Berlin seit 2017 zusammen entwickeln – ein Projekt, das krachend gescheitert ist. Dessen Herzstück aber ist noch nicht verloren, schreiben 14 renommierte Experten. Der Nutzen der Combat Cloud gehe sogar weit über die Luftstreitkräfte hinaus.
Gefahr für Europa – Zerstört sich die politische Mitte selbst?
Auf den EU-freundlichen Präsidenten Macron konnte sich Deutschland stets verlassen, doch am Ende seiner Amtszeit zeigt sich: Die politische Mitte ist bedroht, extreme Parteien erstarken.
Aus für Kampfjet-Projekt FCAS: Nur Emmanuel Macron glaubte noch an den europäischen Superjet
Das ehrgeizigste Rüstungsprojekt Europas ist Geschichte. Für die Zukunft der deutsch-französischen Zusammenarbeit wirft das grundsätzliche Fragen auf.
Kampfflugzeug-Aus belastet das Verhältnis zu Frankreich
Mit dem gemeinsam geplanten Flugzeug zerbricht mehr als ein Prestigeprojekt. Das Aus macht sichtbar, wie weit Berlin und Paris in bestimmten strategischen Fragen auseinanderliegen.
Wer hat Angst vor Deutschland?
Die Bundeswehr soll zur stärksten Armee Europas werden. Macht das im Ausland jemanden nervös? Eine Spurensuche.
Deutschland und die „stärkste konventionelle Armee Europas“: Was denken die Franzosen?
Deutschland rüstet massiv auf. Das wird in Europa einerseits begrüßt, aber andererseits auch mit Argwohn beäugt. Die historische Last hemmt den europäischen Fortschritt.
Schutzmacht Frankreich
Lange vertraute Deutschland dem amerikanischen Atomschirm. Jetzt herrscht in Washington Donald Trump, und Friedrich Merz schaut nach Paris.
Selbstbewusst, aber noch nicht sattelfest
Kanzler Merz hatte zu seinem Amtsantritt große Ambitionen. Er wollte eine Führungsrolle in Europa einnehmen. An einigen Stellen gelingt ihm das, doch der vergangene Gipfel in Brüssel sät Zweifel.
Frankreich stellt sich beim Mercosur-Abkommen quer
Das Freihandelsabkommen der EU mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten soll eigentlich am Samstag unterzeichnet werden. Doch jetzt stellt Frankreich Nachforderungen. Was steckt dahinter?
Deutsch-Französische Beziehungen: "Eine Ära des pragmatischen Umgangs"
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Le Pen kandidiert in Frankreich als Präsidentin: Was ihr Sieg für EU und NATO bedeuten würde
in den vergangenen Jahren hat sich das Rassemblement National bemüht, für die Mitte wählbar zu werden – auch durch einen moderateren Kurs gegenüber NATO und EU.
Macron-Rede zu nuklearer Kooperation mit Deutschland
Frankreich will Arsenal seiner Nuklearwaffen vergrößern.
Selbstbewusst, aber noch nicht sattelfest
Kanzler Merz hatte zu seinem Amtsantritt große Ambitionen. Er wollte eine Führungsrolle in Europa einnehmen. An einigen Stellen gelingt ihm das, doch der vergangene Gipfel in Brüssel sät Zweifel.
Frankreich stellt sich beim Mercosur-Abkommen quer
Das Freihandelsabkommen der EU mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten soll eigentlich am Samstag unterzeichnet werden. Doch jetzt stellt Frankreich Nachforderungen. Was steckt dahinter?
Stocker opponiert gegen geplanten EU-Finanzrahmen
Gibt es neben diesen Reaktionen auf Putins Krieg auch die Debatte über das nächste EU-Budget fallen? Das war heute Thema beim Besuch von Österreichs Kanzler Stocker in Paris. Bisher zeigt sich bei dieser Gelegenheit in Paris, wie kritisch Stocker dem Entwurf gegenübersteht. Aus Paris berichtet Leonie Heitz.
Frankreich: Regierung vor dem Aus?
In Frankreich steht die Regierung unter Premierminister Michel Barnier kurz vor dem Fall: Die Abgeordneten der französischen Nationalversammlung debattieren am Nachmittag über einen Misstrauensantrag der linken Opposition und stimmen am frühen Abend ab.
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