Friedrich Merz und die „Zeitenwende 2.0“: eine „neue Ära“ für die transatlantischen Beziehungen?
Am 23. Februar 2025 waren fast 60 Millionen Wähler aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen. Diese Wahlen werden auch eine neue Regierung in der größten Volkswirtschaft Europas hervorbringen.
Mit der nächsten Koalition um einen wahrscheinlichen künftigen Kanzler Merz, hofft Deutschland wieder eine gewisse Stabilität zu erlangen. Vor dem Hintergrund des Wiedereinzugs von Donald Trump ins Weiße Haus wird Deutschlands Haltung zur EU und gegenüber den USA entscheidend sein.
Wird die künftige deutsche Regierung in diesem Kontext versuchen, einen dezidiert pro-europäischen Kurs einzuschlagen, oder wird sie bedacht sein, vordergründig die deutschen Interessen zu vertreten? Welche neue deutsch-französische Dynamik könnte dadurch entstehen?
Marie Krpata ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am französischen Institut für internationale Beziehungen (Ifri).
Diese Publikation ist auf Französisch verfügbar: "Friedrich Merz et le « Zeitenwende 2.0 » : une « nouvelle ère » pour les relations transatlantiques ?” (pdf)
- Eine leicht geänderte deutsche Version dieses Artikels wurde parallel veröffentlicht auf oiip - Österreichisches Institut für Internationale Politik: Friedrich Merz und die „Zeitenwende 2.0“: Eine „neue Ära“ für die transatlantischen Beziehungen?
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Notes du Cerfa, Nr. 186 Ifri, März 2025
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Friedrich Merz und die „Zeitenwende 2.0“: eine „neue Ära“ für die transatlantischen Beziehungen?
Welchen Beitrag leistet die nukleare Abschreckung Frankreichs zur Verteidigung Europas?
Die französische nukleare Abschreckung dient in erster Linie der Verteidigung der lebenswichtigen Interessen Frankreichs, trägt jedoch auch zur Verteidigung Europas bei. Dieser Beitrag Frankreichs wird innerhalb des Atlantischen Bündnisses seit 1974 anerkannt, ist jedoch nach wie nicht in der Breite bekannt. Anlässlich einer Rede, die von den europäischen Partnern Frankreichs, aber auch von seinen Gegnern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurde, kündigte Präsident Emmanuel Macron nun ein neues Konzept für die nukleare Abschreckung Frankreichs an: das der „vorgelagerten Abschreckung“ (dissuasion avancée). Der vorliegende Artikel erläutert die Entstehungsgeschichte dieses Konzepts, seine wesentlichen Bestandteile sowie die in diesem Rahmen angestrebten Partnerschaften. Im Weiteren erörtert er den Bezug zur amerikanischen Doktrin der erweiterten Abschreckung (extended deterrence) und schließt mit einigen ethischen Überlegungen.
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