Sozialpolitik in Deutschland: Bilanz der Ampelkoalition und Perspektiven der neuen Regierung
Die Niederlage der „Ampel-Koalition“ bei den vorgezogenen Bundestagsswahlen im Februar 2025 lädt zu einer ersten, notwendigerweise selektiven Bilanz der im Laufe ihrer Amtszeit durchgeführten Sozialpolitik ein.
Die in diesem Bereich eingeleiteten Reformen – sowohl ihr Inhalt als auch ihre Grenzen – spiegeln die politischen Spannungen und die internen Machtverhältnisse in dieser heterogenen Allianz wider. Die Bewältigung der Energiekrise, die durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine ausgelöst wurde, ist ein zentraler Ausgangspunkt. Die Antworten auf diese Krise haben das Ungleichgewicht im Haushalt verstärkt und zum Auseinanderbrechen der Koalition im Herbst 2024 geführt. Vor diesem Hintergrund werden mehrere wichtige soziale Reformen unter dem Aspekt der unterschiedlichen Ergebnisse analysiert, die durch die internen Konflikte innerhalb der Koalition verursacht worden sind: die Erhöhung des Mindestlohns, die Entwicklung der Unterstützung für Langzeitarbeitslose sowie die Anpassungen der Rentensysteme und der Pflegekosten im Kontext einer fortschreitenden alternden Bevölkerung.
Arnaud Lechevalier ist Professor an der Universität Paris 1 Panthéon Sorbonne, wo er Wirtschaftswissenschaften und Soziologie unterrichtet. Er ist außerdem am Forschungslabor LISE (Interdisziplinäres Forschungslabor für Wirtschaftssoziologie) tätig. Er war mehrere Jahre lang Gastprofessor an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).
Diese Publikation ist auf Französisch verfügbar (pdf): "Les politiques sociales en Allemagne : bilan de la coalition « feu tricolore » et perspectives du nouveau gouvernement".
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Notes du Cerfa, Nr. 188, Juli 2025
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