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Coronavirus: Deutsch-französische Solidarität auf die Probe gestellt

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Während die Corona-Gesundheitskrise Europa immer härter trifft, scheint sie Frankreich und Deutschland nicht im gleichen Tempo und mit der gleichen Intensität zu belasten. Die Krise stellt ihre jeweiligen Gesundheitssysteme auf unterschiedliche Weise auf die Probe. Sie beeinträchtigt den sozialen Zusammenhalt und die Wirtschaft in beiden Ländern ganz erheblich, und stellt die deutsch-französische und die europäische Solidarität immer mehr in Frage.

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Relation Franco-Allemande
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Die Aufnahme von etwa hundert französischen Patienten in deutsche Krankenhäuser auf Initiative der lokalen Behörden ist selbstverständlich ein Zeichen der Solidarität angesichts der Coronavirus-Epidemie. Sie drückt auch das Bemühen aus den deutschen Behörden aus, die Abschottung in den Grenzregionen zu überwinden und ein gemeinsames Zugehörigkeitsgefühl zu Europa erhalten.

Aber verdecken diese Gesten, die in den Medien sehr präsent waren, nicht einen tiefgehenden politischen Zwist zwischen beiden Regierungen, in der Frage, durch welche finanz- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen diese Solidarität ins Leben gerufen wird? Trotz der erzielten Kompromisse und der jüngsten Fortschritte werden in den kommenden Wochen von der deutschen und der französischen Öffentlichkeit konkrete Entscheidungen erwartet, um die europäische Wirtschaft nach der Gesundheitskrise wieder zu anzukurbeln.

 

Paul Maurice ist Wissenschaftler im Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) im Ifri.

 

Diese Publikation ist auf Französisch verfügbar: "Coronavirus : la solidarité franco-allemande à l’épreuve" (pdf)

 

 

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Paul MAURICE

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Generalsekretär des Studienkomitees für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri

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Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
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Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

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