Das Weimarer Dreieck drei Jahrzehnte nach seiner Gründung: Bilanz und Perspektiven
Bei seiner Gründung im August 1991 war das Weimarer Dreieck als Forum für trilaterale Konsultationen der Außenminister Frankreichs, der Bundesrepublik Deutschland und Polens über die Zukunft Europas nach dem Ende des Kalten Krieges gedacht.
Es umfasste drei Ziele: Frankreich in die deutsch-polnische Aussöhnung einzubinden, indem es auf der deutsch-französischen Erfahrung aufbaut, den Dialog und die politische Zusammenarbeit zwischen den drei Staaten zu stärken und Polen bei seinem Integrationsprozess in die NATO und die Europäische Union zu unterstützen.
Auch wenn das Weimarer Dreieck nach dreißig Jahren immer noch keine institutionelle Struktur hat, bleibt es ein Bezugsrahmen auf politischer Ebene. Die Hauptschwäche des Weimarer Dreiecks liegt jedoch in den unterschiedlichen Graden des Engagements der drei Partner in dieser originellen Form der Zusammenarbeit. Das Weimarer Dreieck hat jedoch durch die Organisation einer Vielzahl nicht unerheblicher kultureller und künstlerischer, ja sogar wirtschaftlicher Aktionen eine gesellschaftliche Dimension erlangt, die diese Zusammenarbeit weiterhin am Leben erhalten kann und sollte. In der gegenwärtigen Situation braucht die Europäische Union einen erweiterten „Motor“ und Polen ist ein natürlicher Partner für Frankreich und Deutschland in Mitteleuropa.
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