Aufbruch in unsichere Zeiten. Die CDU am Ende der Ära Merkel
Seit 2018 befindet sich die Christlich Demokratische Union (CDU) in einer anhaltenden Führungskrise. Angela Merkels Wunschkandidatin als Parteivorsitzende, Annegret Kramp-Karrenbauer, konnte sich an der Spitze nicht durchsetzen und beendete ihre Amtszeit nach nur 15-Monaten.
Unter den drei Kandidaten für ihre Nachfolge werden Armin Laschet und Friedrich Merz die besten Chancen eingeräumt. Ob sie bei einer Wahl zugleich Kanzlerkandidat werden, ist zumindest bei Laschet fraglich. Als möglicher Anwärter wird hier auch der Christlich-Soziale Union (CSU)-Vorsitzende Markus Söder genannt.
Wie sich das Ende von Merkels Kanzlerschaft auf die Wahlchancen der Union auswirken wird, ist trotz ihrer im Zuge der Coronakrise aktuell guten Umfragewerte offen. Auch koalitionspolitisch ist der Erhalt ihrer strategischen Mehrheit keineswegs sicher, nachdem sich die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), die Grünen und Die Linke beziehungsweise die SPD, Die Grünen und die Freie Demokratische Partei (FDP) für alternative Bündnisse wechselseitig geöffnet haben.
Prof. Dr. Frank Decker hat seit 2001 einen Lehrstuhl für Politische Wissenschaft am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seit 2011 ist er außerdem Wissenschaftlicher Leiter der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP).
Diese Publikation ist auch auf Französisch verfügbar: "L’avènement d’une nouvelle époque dans des temps troublés. La CDU à la fin de l’ère Merkel" (pdf)
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Aufbruch in unsichere Zeiten. Die CDU am Ende der Ära Merkel
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