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Deutschland und die G-Clubs

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Note du Cerfa n°85, Mai 2011
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Für Deutschland hat sich die G20 als das zentrale Koordinationsgremium für internationale Wirtschafts- und Finanzpolitik herausgebildet, jedoch auch andere G-Foren, allen voran der G7/G8, aber auch informellerer Formate.Insgesamt baut Deutschland auf eine sehr enge Abstimmung mit Frankreich in den unterschiedlichen G-Foren. Doch auch wenn zwischen Deutschland und Frankreich große thematische Überschneidung herrscht und die Länder eng zusammenarbeiten, setzen sie bei den Kernthemen eigene Schwerpunkte: Grundsätzlich setzt Deutschland mehr auf freie Marktkräfte. Dies äußert sich unter anderem in einem traditionell starken Bekenntnis zu einem System flexibler Wechselkurse, der Ablehnung enger Beschränkungen für Leistungsbilanzen und dem Fokus auf Markttransparenz in der internationalen Rohstoffpolitik. Frankreich wiederum verfolgt generell einen stärkeren Regulierungsansatz durch die Politik als Deutschland – deutlich zu erkennen in seiner Unterstützung für ein neues Wechselkurssystem, Beschränkungen der Leistungsbilanzüberschüsse sowie der Einschränkung von Spekulationen im Rohstoffbereich. Die deutsch-französischen Beziehungen innerhalb der G-Foren folgen somit dem Prinzip einer engen strategischen Partnerschaft, in der beide Seiten ihre eigenen Akzente setzen.

Katharina Gnath ist seit Januar 2009 Associate Fellow der DGAP. Sie ist auf internationale Wirtschaftsbeziehungen und -institutionen spezialisiert. Von Februar 2007 bis Dezember 2008 leitete sie das Programm »Globalisierung und Weltwirtschaft« im Forschungsinstitut der DGAP.

Dr. Claudia Schmucker ist Programmleiterin des Bereichs Globalisierung und Weltwirtschaft. Bevor sie 2002 zum Forschungsinstitut kam, arbeitete sie als Projektmanagerin des Center for international Cooperation (CIC) in Bonn.

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Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
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Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

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Nicolai von ONDARZA
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Katharina GNATH, Claudia SCHMUCKER, « Deutschland und die G-Clubs », Notes, Notes du Cerfa, Ifri, 1 Mai 2011.
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