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Die Zukunft der Günen: auf dem Weg zur Scharnierpartei?

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Note du Cerfa n°74, Mai 2010
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Im Laufe der letzen 30 Jahre konnten sich die Grünen fest im Parteiensystem verankern und durch ihre Beteiligung an verschiedenen Landesregierungen und der Bundesregierung maßgeblichen Einfluss auf die Politikgestaltung nehmen.Die außerparlamentarische Protestbewegung hat sich über eine parlamentarische Oppositionspartei hin zu einer professionellen Regierungspartei entwickelt. Die Veränderungen der Grünen-Wähler und der Parteimitglieder reflektieren ihre soziale Etablierung: Überdurchschnittlich erfolgreich sind die Grünen bei Personen mit hohem formalem Bildungsgrad, bei Beamten, Angestellten und Selbständigen, in jüngeren Altersgruppen, bei Frauen und bei Konfessionslosen. Ihre lokalen Hochburgen haben sie in Großstädten und in stark urbanisierten Regionen mit einem hohen Gewicht des Dienstleistungssektors.Parallel dazu kann die Programmentwicklung durch die Begriffe „Deradikalisierung“ und „Normalisierung“ beschrieben werden. Da sich andere Parteien zunehmend den ökologischen Themen annehmen, reagieren die Grünen darauf mit einer „Radikalisierung“ ihrer Positionen im Bereich der Umweltpolitik. Ihre Positionierung im Zentrum der Gesellschaft bietet ihnen Koalitionsmöglichkeiten mit der CDU/CSU, der SPD und/ oder der FDP. Sollte dies gelingen, werden die Grünen vermeiden könne sich zu einer Nischenpartei zu entwickeln und zur ScharnierparteiDeutschlands werden.

 

Christoph Egle ist seit 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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Die Zukunft der Günen: auf dem Weg zur Scharnierpartei?

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Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
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Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

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Christian WAGNER
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Christoph EGLE, « Die Zukunft der Günen: auf dem Weg zur Scharnierpartei? », Notes, Notes du Cerfa, Ifri, 1 Mai 2010.
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