Migranten in Deutschland: Herausforderungen an die Integrationsdebatte
Die Auseinandersetzung mit der Integrationsfrage ist noch relativ jung, da sich Deutschland erst spät als Einwanderungsland perzipierte, eine Anerkennung dieses Status war jedoch für die Entwicklung einer Integrationsstrategie unabdingbar.
Lange Zeit war der Status der Gastarbeiter unklar und es wurde so nicht in Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen investiert, Integrationsmaßnahmen waren so nur vereinzelt und häufig in Modellform vorzufinden. Politische Konjunkturen, die Diskussionen über Leitkultur und Multikulti begünstigten, sind vergänglich, es ist jedoch Herausforderung der deutschen Integrationspolitik, eine langfristige Perspektive für den Staat, die deutsche Gesellschaft und die Migranten zu bieten. Die emotional aufgeladene Islam-debatte, die in Deutschland losgetreten wurde, hat jedoch bereits verstärkend dazu geführt, dass sich Türken die Frage nach ihrer eigenen Identität und ihrer Zugehörigkeit stellen.
Die Analyse zieht die Schlussfolgerung, dass Deutschland gezielter langfristige Perspektiven entwickeln muss, um Spaltungen einer multikulturellen Gesellschaft zu vermeiden und deren Potenziale angesichts der demographischen Probleme des Landes zu nutzen.
Nele Katharina Wissmann ist seit September 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Cerfa. Innerhalb des Cerfa ist sie insbesondere für die Koordination des Projekts „Deutsch-französischer Zukunftsdialog“ verantwortlich, das in Kooperation mit der Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) läuft und von der Robert Bosch Stiftung finanziert wird. Sie ist Absolventin des Masterprogramms Europäische Studien der Universität Paris III – Sorbonne Nouvelle.
Diese Publikation ist auch auf Französisch "Les migrants en Allemagne : le débat sur l'intégration" verfügbar.
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Migranten in Deutschland: Herausforderungen an die Integrationsdebatte
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