1 Jahr Bundesregierung Merz : Welche außenpolitischen Prioritäten für Deutschland?
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Friedrich Merz, der häufig als „Außenkanzler“ bezeichnet wird, verleiht der deutschen Diplomatie neue Impulse. Mit einem offeneren und selbstbewussteren Kurs will er die strategische Glaubwürdigkeit Deutschlands stärken, seine wirtschaftlichen Interessen im Zuge wachsender geoökonomischer Rivalitäten absichern und die internationalen Partnerschaften des Landes über den europäischen Rahmen hinaus neu ausrichten.
Dieser diplomatische Voluntarismus trägt dazu bei, das interne Machtgefüge der Europäischen Union neu auszubalancieren, und wirft erneut die Frage nach der Verteilung der Führungsrollen auf – insbesondere im Verhältnis zu Frankreich. Im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungspolitik setzt Berlin seine Zeitenwende fort und vertieft sie durch die Modernisierung der Bundeswehr sowie ein stärkeres Engagement innerhalb der NATO.
Vor diesem Hintergrund stellen sich mehrere grundlegende Fragen: Kann sich Deutschland trotz des wachsenden Einflusses oppositioneller Kräfte im Inland dauerhaft als europäische Führungsmacht bei der Unterstützung der Ukraine etablieren? Wie weit ist Berlin bereit, sein militärisches und politisches Engagement gegenüber Russland auszudehnen? Und schließlich: Ist die deutsche Strategie der Diversifizierung internationaler Partnerschaften – insbesondere mit Blick auf den Globalen Süden – in einem zunehmend fragmentierten internationalen Umfeld tatsächlich geeignet, die strategische Autonomie und den internationalen Einfluss Deutschlands nachhaltig zu stärken?
Einleitung
Paul Maurice, Generalsekretär, Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa), Ifri
Referenten
Gesine Weber, Senior researcher, Think Tank Center for Security Studies (CSS), Zürich
Philippe Ricard, Stellvertretender Leiter, Auslandsredaktion, Le Monde
Moderatorin: Jeanette Süß, Research Fellow, Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa), Ifri
Gesprächszyklus mit Frühstücks-Diskussionen, organisiert vom Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) des Ifri in Zusammenarbeit mit der Maison Heinrich Heine, dem Forschungslabor SIRICE (Sorbonne-Identités, relations internationales et civilisations de l’Europe), der Zeitschrift Allemagne d’aujourd’hui und dem Hub Culturel Européen.
„Was Deutschland bewegt“, ein von Jeanette Süß (Cerfa) moderierter Gesprächszyklus, widmet sich den großen politischen Herausforderungen in Deutschland. Das Land steht vor geopolitischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Umbrüchen, die zu einer zunehmenden Fragmentierung des politischen Systems führen. Politische Entwicklungen in Deutschland haben erhebliche Auswirkungen auf die deutsch-französischen Beziehungen – ein entscheidender Faktor für ein funktionierendes Europa. Das Projekt zielt darauf ab, einen interaktiven Dialog über aktuelle Entwicklungen in der deutschen Politik zu führen
Präsenzveranstaltung außerhalb des Ifri in der Fondation de l’Allemagne – Maison Heinrich Heine, Cité internationale universitaire de Paris, 27 C, Boulevard Jourdan, 75014 Paris
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