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Deutschland im Wandel: Das Parteiensystem bei der Bundestagswahl 2021

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Die Bundestagswahl am 26. September 2021 stand im Zeichen des personellen Wandels, da die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel sich nicht wieder zur Wahl stellte. Die Streuung der Stimmen und die hohe Volatilität der Wählerschaft führten zu einer Neudefinition der Parteienlandschaft und -geographie in Deutschland.

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Politische Plakate mit Wahlkampfslogans der Partei „Die Grünen“,  Augsburg, Bayern, Deutschland - 06. August 2021
Politische Plakate mit Wahlkampfslogans der Partei „Die Grünen“, Augsburg, Bayern, Deutschland - 06. August 2021
© Bihlmayer Fotografie/Shutterstockcom
Corps analyses

■ Es ist das erste Mal seit 1949, dass keine Partei die 30 %-Marke erreicht hat. Theoretisch gäbe es noch eine Mehrheit für eine große Koalition zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und den Unionsparteien (Christlich-Demokratische Union, CDU / Christlich-Soziale Union, CSU), aber die Unterstützung der Wähler für ein solches Bündnis schwindet zusehends.

■ Die Wähler der Grünen und der Liberalen von der Freien Demokratischen Partei (FDP) sind nach wie vor überwiegend Westdeutsche, die zu den höheren sozioökonomischen Schichten mit den höchsten Einkommen gehören.

■ Der Ost-West-Unterschied ist nach wie vor ausgeprägt: Im Osten stagniert die Alternative für Deutschland (AfD), gewinnt aber lokal an Boden, die CDU ist im Niedergang begriffen und nur die SPD scheint eine Volkspartei zu sein.

■ Die Erwartungen der Wählerinnen und Wähler unterscheiden sich je nach Altersgruppe: Die Jüngsten wünschen sich Veränderungen durch die Grünen und die Liberalen, die Älteren Stabilität durch SPD und CDU.

 

 

Paul Maurice ist Research Fellow im Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri, wo er sich insbesondere mit Fragen der deutschen Innenpolitik und den deutsch-französischen Beziehungen im Kontext der europäischen Integration beschäftigt.

 

Diese Publikation ist auf Französisch verfügbar: "Une Allemagne en mutation : Le système des partis à l’épreuve des élections fédérales de 2021" (pdf).

 

 

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Paul MAURICE

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Generalsekretär des Studienkomitees für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri

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Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
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Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

Deutsch-französische Impulse für eine europäische Verteidigungspolitik – zwischen Gestaltungsanspruch und Defiziten

Date de publication
30 Januar 2026
Accroche

Mehr als 60 Jahre nach dem Élysée-Vertrag und sieben Jahre nach dem Vertrag von Aachen bleibt das deutsch-französische Tandem ein zentraler Machtfaktor innerhalb der Europäischen Union. Beide Länder bündeln einen erheblichen Teil des europäischen Bruttoinlandsprodukts, der industriellen Kapazitäten und der politischen Gestaltungsmacht. Gleichzeitig ist das Kräfteverhältnis im Jahr 2026 asymmetrischer geworden. Deutschland tritt unter Kanzler Friedrich Merz selbstbewusst als finanz- und sicherheitspolitisches Schwergewicht auf, während Frankreich politisch geschwächt ist.

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Merz' Europapolitik: das Ende vom "German vote"?

Date de publication
21 Januar 2026
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Friedrich Merz’ Ziel ist es, Deutschland von der oft zögerlichen Rolle der vergangenen Jahre zu einem klar erkennbaren Gestaltungsakteur in der Europäischen Union zu machen, der seine Verantwortung für die europäische Integration offensiv wahrnimmt. Kern dieses Anspruchs ist das Versprechen, den „German vote“ zu überwinden – also jene Konstellationen, in denen Deutschland aufgrund innerstaatlicher Abstimmungsprobleme in Brüssel keine eindeutige Position bezieht und so die europäische Entscheidungsfindung blockiert.

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Zwischen Vorstellung und gelebter Realität: die deutsch-französische Grenze als europäisches Zukunftslabor

Date de publication
16 September 2025
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In Europa ist die Frage der Grenzen alles andere als nebensächlich. Nach Angaben des Europäischen Parlaments umfassen die Grenzregionen rund 40 % des Territoriums der Europäischen Union (EU), beherbergen 30 % ihrer Bevölkerung und erwirtschaften nahezu ein Drittel ihres Bruttoinlandsprodukts. 

Claire DEMESMAY, Direktorin des Institut français de Bonn
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Ein deutsch-französischer „Reset“? Die Ambitionen des deutsch-französischen Ministerrats - Herausforderungen einer gemeinsamen Führungsrolle in Europa.

Date de publication
27 August 2025
Accroche

Friedrich Merz ist als rheinischer Katholik ein Erbe der deutsch-französischen Politik der CDU, von Konrad Adenauer über Wolfgang Schäuble bis hin zu Helmut Kohl. Auch wenn die deutsch-französische Rhetorik und Denkweise bei ihm tief verwurzelt sind, muss man ihre Ergebnisse dennoch relativieren. 

Seitenbildnachweis
Politische Plakate mit Wahlkampfslogans der Partei „Die Grünen“, Augsburg, Bayern, Deutschland - 06. August 2021
© Bihlmayer Fotografie/Shutterstockcom

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