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Fünfunddreißig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer: Was ist neu im Osten?

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Anlässlich des 9. Novembers, an dem der 35. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer begangen wird, sollten wir von einer Feststellung ausgehen: Die Berliner Mauer ist nicht in der Nacht des 9. November 1989 „gefallen“. 

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Berlin, Deutschland - 28. Oktober 2024: Das BMFSFJ in Berlin, um den 35. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer zu feiern
Berlin, Deutschland - 28. Oktober 2024: Das BMFSFJ in Berlin, um den 35. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer zu feiern © Achim Wagner/Shutterstock.com
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Der Prozess, der zu ihrer „Öffnung“ führte, war ein Prozess, der auf der Mobilisierung der nach Demokratie strebenden Bürger der DDR beruhte und sich im Herbst 1989 intensivierte, am 9. November seinen Höhepunkt erreichte und den Weg für die deutsche Vereinigung am 3. Oktober 1990 ebnete. Ist es 35 Jahre nach der großen Hoffnung, die der Fall der Berliner Mauer geweckt hat, in Ostdeutschland immer noch „Zeit zum Feiern“?

  • Auch wenn es handfeste Anzeichen dafür gibt, dass der wirtschaftliche Aufholprozess größtenteils abgeschlossen ist, bleibt die Spaltung zwischen Ost- und Westdeutschland in vielen wirtschaftlichen und sozialen Bereichen stark ausgeprägt.
  • Das Gefühl einer politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Dominanz der Westdeutschen katalysiert die Frustrationen in den östlichen Bundesländern.
  • Die jüngsten historischen Rekorde der populistischen Parteien und insbesondere der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Thüringen, Sachsen und Brandenburg scheinen den Osten Deutschlands vom deutschen Demokratiemodell wegzudrängen.
  • Erfolgreiche Kooperationsinitiativen zwischen Frankreich und Ostdeutschland könnten dazu beitragen, die noch immer stark westlich geprägten deutsch-französischen Beziehungen neu zu definieren.

Paul Maurice ist Generalsekretär des Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri, wo er sich insbesondere mit Fragen der deutschen Innenpolitik, den deutsch-französischen Beziehungen im Rahmen der Europäischen Union und der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik befasst.

 

Diese Publikation ist auf Französisch verfügbar (pdf): "Trente-cinq ans après la chute du mur de Berlin : à l’Est quoi de nouveau ?"
 

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979-10-373-0939-6

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Fünfunddreißig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer: Was ist neu im Osten?

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Paul MAURICE

Intitulé du poste

Generalsekretär des Studienkomitees für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri

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Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
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Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

Deutsch-französische Impulse für eine europäische Verteidigungspolitik – zwischen Gestaltungsanspruch und Defiziten

Date de publication
30 Januar 2026
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Mehr als 60 Jahre nach dem Élysée-Vertrag und sieben Jahre nach dem Vertrag von Aachen bleibt das deutsch-französische Tandem ein zentraler Machtfaktor innerhalb der Europäischen Union. Beide Länder bündeln einen erheblichen Teil des europäischen Bruttoinlandsprodukts, der industriellen Kapazitäten und der politischen Gestaltungsmacht. Gleichzeitig ist das Kräfteverhältnis im Jahr 2026 asymmetrischer geworden. Deutschland tritt unter Kanzler Friedrich Merz selbstbewusst als finanz- und sicherheitspolitisches Schwergewicht auf, während Frankreich politisch geschwächt ist.

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Merz' Europapolitik: das Ende vom "German vote"?

Date de publication
21 Januar 2026
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Friedrich Merz’ Ziel ist es, Deutschland von der oft zögerlichen Rolle der vergangenen Jahre zu einem klar erkennbaren Gestaltungsakteur in der Europäischen Union zu machen, der seine Verantwortung für die europäische Integration offensiv wahrnimmt. Kern dieses Anspruchs ist das Versprechen, den „German vote“ zu überwinden – also jene Konstellationen, in denen Deutschland aufgrund innerstaatlicher Abstimmungsprobleme in Brüssel keine eindeutige Position bezieht und so die europäische Entscheidungsfindung blockiert.

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Zwischen Vorstellung und gelebter Realität: die deutsch-französische Grenze als europäisches Zukunftslabor

Date de publication
16 September 2025
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In Europa ist die Frage der Grenzen alles andere als nebensächlich. Nach Angaben des Europäischen Parlaments umfassen die Grenzregionen rund 40 % des Territoriums der Europäischen Union (EU), beherbergen 30 % ihrer Bevölkerung und erwirtschaften nahezu ein Drittel ihres Bruttoinlandsprodukts. 

Claire DEMESMAY, Direktorin des Institut français de Bonn
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Ein deutsch-französischer „Reset“? Die Ambitionen des deutsch-französischen Ministerrats - Herausforderungen einer gemeinsamen Führungsrolle in Europa.

Date de publication
27 August 2025
Accroche

Friedrich Merz ist als rheinischer Katholik ein Erbe der deutsch-französischen Politik der CDU, von Konrad Adenauer über Wolfgang Schäuble bis hin zu Helmut Kohl. Auch wenn die deutsch-französische Rhetorik und Denkweise bei ihm tief verwurzelt sind, muss man ihre Ergebnisse dennoch relativieren. 

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Berlin, Deutschland - 28. Oktober 2024: Das BMFSFJ in Berlin, um den 35. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer zu feiern © Achim Wagner/Shutterstock.com

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