Suche auf ifri.org

Über ifri

Häufige Suchanfragen

Suggestions

Das schwere Erbe der SPD-Politik gegenüber Wladimir Putins Russland

Externe Artikel
|
Date de publication
|
Références
Allemagne d'aujourd'hui, Nr. 243, Januar-März 2023
Image de couverture de la publication
all_243.jpg
Accroche

Die SPD blickt mit Stolz auf die Geschichte der Ostpolitik zurück, die aus ihrer Sicht den Weg zur deutschen Wiedervereinigung geebnet hat. Mit em festen Willen diese Ostpolitik auch nach dem Ende des Kalten Krieges weiter zu führen, haben SPD-Politiker der letzten 20 Jahre im Rahmen ihrer Regierungsverantwortung auf eine Partnerschaft mit Russland gesetzt, die zum Ziel hatte durch bilateralen Handel und gegenseitige Verflechtung Russland zu demokratisieren.

Corps analyses

Diese Politik wurde verfolgt, obwohl sich bereits ab 2000 die Tatsache abzuzeihnen begann, dass mit Präsident Putin eine Person im Kreml herrschte, der die Grenzen Russlands mit militärischer Gewalt zu ändern versuchen würde. Und für den der Westen kein Partner, sondern ein Feindbild war. Trotz dieser Tendenzen, vor denen die ostmitteleuropäischen Partner die Deutschen und insbesondere die Akteure um Schröder, Steinmeier und Gabriel herum – allesamt aus Niedersachsen – hat sich die SPD nicht davon abhalten lassen – mit der Zustimmung der CDU von Angela Merkel – Deutschland energiepolitisch von Russland abhängig werden zu lassen und militärich die Bundeswehr nicht auf einen möglichen Konflikt mit Russland in Osteuropa vorzubereiten. Für dieses Versagen trägt die SPD eine hohe historische Schuld.

 

Hans Stark ist Professor für zeitgenössische deutsche Landeskunde an der Sorbonne Universität und Berater für die deutsch-französischen Beziehungen im Ifri.

 

Diese Publikation ist auf Französisch verfügbar: Allemagne d'aujourd'hui, n° 243, janvier-mars 2023 (S. 91-104).

 

 

Decoration

Inhalte verfügbar in :

Teilen

Decoration
Author(s)
Photo
crance1-157.jpg

Hans STARK

Intitulé du poste

Berater für deutsch-französische Beziehungen am Ifri

Verwandte Zentren und Programme Weitere Forschungszentren und Programme
Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
Accroche centre

Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

Image principale

Die deutsch-französischen Beziehungen im Lichte der zweiten Amtszeit von Donald Trump: zwischen strategischen Neuausrichtungen, europäischer Souveränität und der Beständigkeit der transatlantischen Beziehungen

Date de publication
07 Oktober 2026
Accroche

Die Rückkehr Donald Trumps in das Amt des Präsidenten der USA im Jahr 2025 wirkt als starker Katalysator für die deutsch-französischen Beziehungen. Angesichts der wachsenden Unsicherheit über die Verlässlichkeit der amerikanischen Sicherheitsgarantien nähert sich Deutschland, das von der Infragestellung der transatlantischen Beziehungen stärker betroffen ist, schrittweise der französischen Position an, die auf eine Stärkung der europäischen strategischen Souveränität abzielt.

Image principale

MAGA und AfD: Auf dem Weg zu einem transatlantischen Bündnis der nationalistischen Rechten

Date de publication
07 Oktober 2026
Accroche

Die Annäherung zwischen Donald Trumps MAGA-Bewegung und der deutschen AfD hat sich seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus deutlich beschleunigt.

Image principale

VW, Mercedes und BMW im Angesicht von Donald Trump – eine Gratwanderung zwischen Investitionen in den USA, Erhalt der Aktivitäten in Europa und Aufholjagd in der Elektromobilität

Date de publication
07 Oktober 2026
Accroche

Die deutsche Automobilindustrie steht vor einer dreifachen Herausforderung: dem Wettbewerb aus China, einem schwierigen Übergang zur Elektromobilität und den US-Zöllen.

Image principale

Mit Sicherheit eingebunden. Die bilaterale Wiederannäherung von Deutschland und Großbritannien nach dem Brexit

Date de publication
12 Oktober 2026
Accroche

Seit dem britischen EU-Austritt haben die deutsch-britischen Beziehungen eine bemerkenswerte Wende durchlaufen: von der bewussten Distanzierung Berlins, während der Brexit-Verhandlungen – in denen Deutschland konsequent die Geschlossenheit der EU-27 über bilaterale Sonderwege – hin zu einer schrittweisen Wiederannäherung, die 2025 im Kensington-Freundschaftsvertrag ihren vorläufigen Höhepunkt fand.

Nicolai von ONDARZA
Verwandte Themen

How can this study be cited?

Image de couverture de la publication
all_243.jpg
Hans STARK, « Das schwere Erbe der SPD-Politik gegenüber Wladimir Putins Russland », Externe Artikel, Ifri, 31 März 2023.
Kopieren