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Allemagne d'aujourd'hui 2026/3, Nr. 257
Accroche

Die deutsche Automobilindustrie steht vor einer dreifachen Herausforderung: dem Wettbewerb aus China, einem schwierigen Übergang zur Elektromobilität und den US-Zöllen.

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Die deutschen Automobilhersteller und ihre Zulieferer befinden sich in der Tat inmitten der geopolitischen Umbrüche: Einerseits müssen sie mit den Auswirkungen der chinesisch-amerikanischen Rivalität umgehen, andererseits sind sie auch direkt von der Politik des US-Präsidenten betroffen. Sie müssen sich nun an den US-Zöllen und den US-Vorschriften zur lokalen Wertschöpfung orientieren. Die Zölle auf Fahrzeuge und Fahrzeugkomponenten sollen das Handelsdefizit der USA gegenüber anderen Ländern verringern, darunter auch Deutschland – für das die USA, im Jahr 2025, der wichtigste Autoabsatzmarkt darstellten. Getreu dem Motto „America First“ verfolgt der US-Präsident mit seiner Handelspolitik eine Strategie der Reindustrialisierung der USA, um dort wieder Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe zu schaffen. Die Automobilhersteller müssen sich anpassen, indem sie, zwecks Umgehung der Zölle, Aktivitäten auf dem US-Markt verstärken. Dies könnte sich jedoch als kontraproduktiv für die Interessen der ohnehin schon geschwächten deutschen Automobilindustrie erweisen, wie die zahlreichen Entlassungen der letzten Jahre zeigen.

  • Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift, Allemagne d'aujourd'hui, 2026/3 Nr. 257, Juli-September 2026, unter dem Titel  « L'Allemagne face à l'Amérique de Donald Trump », von Detlef Puhl, Hans Stark, Jérôme Vaillant. (Seiten 108 bis 119)

 

>> Marie Krpata ist Research Fellow, Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri. wo sie sich insbesondere mit der Europäischen Union und der Außenpolitik Frankreichs und Deutschlands befasst. Als ausgebildete Juristin und Politikwissenschaftlerin führte sie ihre Karriere nach Österreich, Frankreich und Deutschland.

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Marie Krpata

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Research Fellow, Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri

Verwandte Zentren und Programme Weitere Forschungszentren und Programme
Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
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Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

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Mit Sicherheit eingebunden. Die bilaterale Wiederannäherung von Deutschland und Großbritannien nach dem Brexit

Date de publication
12 Oktober 2026
Accroche

Seit dem britischen EU-Austritt haben die deutsch-britischen Beziehungen eine bemerkenswerte Wende durchlaufen: von der bewussten Distanzierung Berlins, während der Brexit-Verhandlungen – in denen Deutschland konsequent die Geschlossenheit der EU-27 über bilaterale Sonderwege – hin zu einer schrittweisen Wiederannäherung, die 2025 im Kensington-Freundschaftsvertrag ihren vorläufigen Höhepunkt fand.

Nicolai von ONDARZA
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Zwischen Protest und Machtanspruch: Die AfD vor den Landtagswahlen im Osten

Date de publication
03 September 2026
Accroche

Die Landtagswahlen im September werden zeigen, inwieweit sich die AfD von einer Protestpartei zu einer potenziellen Regierungspartei entwickelt, vor dem Hintergrund einer zunehmenden politischen Fragmentierung und wachsenden Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz und seiner Koalition. Während die AfD im Osten Deutschlands fest etabliert ist, gewinnt sie auch im Westen an Boden und wirft damit grundlegende Fragen zur Koalitionsbildung und zur künftigen Entwicklung der deutschen Politik auf.

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Welchen Beitrag leistet die nukleare Abschreckung Frankreichs zur Verteidigung Europas?

Date de publication
10 Juli 2026
Accroche

Die französische nukleare Abschreckung dient in erster Linie der Verteidigung der lebenswichtigen Interessen Frankreichs, trägt jedoch auch zur Verteidigung Europas bei. Dieser Beitrag Frankreichs wird innerhalb des Atlantischen Bündnisses seit 1974 anerkannt, ist jedoch nach wie nicht in der Breite bekannt. Anlässlich einer Rede, die von den europäischen Partnern Frankreichs, aber auch von seinen Gegnern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wurde, kündigte Präsident Emmanuel Macron nun ein neues Konzept für die nukleare Abschreckung Frankreichs an: das der „vorgelagerten Abschreckung“ (dissuasion avancée). Der vorliegende Artikel erläutert die Entstehungsgeschichte dieses Konzepts, seine wesentlichen Bestandteile sowie die in diesem Rahmen angestrebten Partnerschaften. Im Weiteren erörtert er den Bezug zur amerikanischen Doktrin der erweiterten Abschreckung (extended deterrence) und schließt mit einigen ethischen Überlegungen.

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Frankreich und Deutschland: Trotz Divergenzen die europäische Souveränität stärken

Date de publication
15 Juli 2026
Accroche

Der mit dem Amtsantritt von Friedrich Merz als Bundeskanzler im Mai 2025 eingeleitete deutsch-französische „Neustart“ und seine Konkretisierung im Rahmen des Deutsch-Französischen Ministerrats (DFMR) in Toulon im August 2025 verfolgten das Ziel, den strukturellen Belastungen der bilateralen Beziehungen entgegenzuwirken. Gleichwohl lässt sich feststellen, dass die formulierten Ambitionen bislang nur teilweise umgesetzt wurden. Seit Anfang des Jahres 2026 befinden sich die deutsch-französischen Beziehungen in einer Phase, in der sich kurzfristige Spannungen mit grundlegenderen Divergenzen hinsichtlich politischer Prioritäten, des politischen Handlungsstils sowie der strategischen Kultur überlagern.

How can this study be cited?

Marie Krpata, « Volkswagen, Mercedes und BMW im Duell mit Donald Trump », Externe Publikationen, Externe Buchkapitel, Ifri, 7 Oktober 2026.
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