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Frankreich und Deutschland: Trotz Divergenzen die europäische Souveränität stärken

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Ifri-Briefings, Juli 2026
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couv_P. Maurice_07.2026
Accroche

Der mit dem Amtsantritt von Friedrich Merz als Bundeskanzler im Mai 2025 eingeleitete deutsch-französische „Neustart“ und seine Konkretisierung im Rahmen des Deutsch-Französischen Ministerrats (DFMR) in Toulon im August 2025 verfolgten das Ziel, den strukturellen Belastungen der bilateralen Beziehungen entgegenzuwirken. Gleichwohl lässt sich feststellen, dass die formulierten Ambitionen bislang nur teilweise umgesetzt wurden. Seit Anfang des Jahres 2026 befinden sich die deutsch-französischen Beziehungen in einer Phase, in der sich kurzfristige Spannungen mit grundlegenderen Divergenzen hinsichtlich politischer Prioritäten, des politischen Handlungsstils sowie der strategischen Kultur überlagern.

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Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz, Treffen der E5-Gruppe, Bundeskanzleramt, Berlin, Deutschland – 24. Juni 2026
Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz, Treffen der E5-Gruppe, Bundeskanzleramt, Berlin, Deutschland – 24. Juni 2026
News Agency Germany/Shutterstock
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Vor dem Hintergrund tiefgreifender geopolitischer Umbrüche darf der nächste Deutsch-Französische Ministerrat (DFMR) nicht als bloße bilaterale Ritualveranstaltung verstanden werden. Vielmehr sollte er als ein schlankes Entscheidungsformat ausgestaltet werden, das sich auf eine begrenzte Zahl strategischer Prioritäten konzentriert und mit operativen Zielvorgaben, verbindlichen Follow-up-Mechanismen sowie dem ausdrücklichen politischen Willen verbunden ist, bestehende Meinungsverschiedenheiten aktiv zu bearbeiten, anstatt sie weiter aufzuschieben.

Titre
Kernpunkte

1
Texte courant

Angesichts der aktuellen Herausforderungen muss der deutsch-französische Motor zu einem pragmatischen Steuerungsinstrument weiterentwickelt werden, das den veränderten Rahmenbedingungen der bilateralen Beziehungen Rechnung trägt.

2
Texte courant

Die deutsch-französische Zusammenarbeit sollte sich auf die Kernbereiche der europäischen Souveränität – insbesondere Verteidigung und Digitalisierung – konzentrieren und dabei auf gemeinsamen operativen Prioritäten sowie einer klaren Governance aufbauen.

3
Texte courant

Das deutsch-französische Tandem muss weiterhin die treibende Kraft der Reform der Europäischen Union bleiben, indem es die Erweiterung der Union und die Stärkung der europäischen Souveränität durch institutionelle und finanzielle Anpassungen begleitet.

4
Texte courant

Die deutsch-französische Arbeitsmethode sollte den Deutsch-Französischen Ministerrat (DFMR) zu einem wirkungsvollen Instrument strategischer Steuerung weiterentwickeln, das auf klar definierten Prioritäten, einem systematischen Monitoring und messbaren Ergebnissen beruht.

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Paul Maurice ist Generalsekretär des Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri, wo er sich insbesondere mit Fragen der deutschen Innenpolitik, den deutsch-französischen Beziehungen im Rahmen der Europäischen Union und der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik befasst.

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Inhalte verfügbar in :

ISBN / ISSN

979-10-373-1253-2

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Paul MAURICE

Intitulé du poste

Generalsekretär des Studienkomitees für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri

Verwandte Zentren und Programme
Weitere Forschungszentren und Programme
Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
Accroche centre

Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

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Deutschland im Schatten der Vereinigten Staaten, Russlands und Chinas – Systemische Paradigmenwechsel

Date de publication
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Accroche

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Die deutsche Wirtschaft wieder ankurbeln: zwischen wirtschaftlichen, sozialen und verteidigungspolitischen Erfordernissen

Date de publication
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Accroche

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Accroche

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Accroche

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Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz, Treffen der E5-Gruppe, Bundeskanzleramt, Berlin, Deutschland – 24. Juni 2026
News Agency Germany/Shutterstock

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Paul MAURICE, « Frankreich und Deutschland: Trotz Divergenzen die europäische Souveränität stärken », Briefings, Ifri, 15 Juli 2026.
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