Der fremde Nachbar
Die EU braucht eine neue Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Das geht nur mit Frankreich und Deutschland. Dafür sollten beide Länder wieder enger zusammenarbeiten. Das Schicksal der EU hängt maßgeblich von einer erfolgreichen Zusammenarbeit in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik ab. Wie Deutschland und Frankreich hier wieder stärker zu einem Motor werden könnten, beschreiben die Wissenschaftlerinnen Ronja Kempin und Barbara Kunz.
Heute Journal 19.06. | Einschätzung zur EU
Frankreichs Präsident Macron besucht heute Kanzlerin Merkel. Gemeinsam verbünden sie sich für EU- und Asylreformen. Die französisch-deutsche Politikberaterin Barbara Kunz erklärt, warum es wichtig ist, dass Deutschland und Frankreich in der EU an einem Strang ziehen:
Alte Freundschaft neu verhandelt
Der Élysée-Vertrag wird neu verhandelt, um die deutsch-französische Freundschaft auf ein neues Fundament zu stellen. Was schon jetzt bei deutsch-französischen Freundschaftsabenden sichtbar wird: Auch wenn alle guten Willens sind, treffen bei manchen Themen Welten aufeinander.
Erneuerung des Elysée-Vertrags: mehr Substanz in der deutsch-französischen Zusammenarbeit für Europa
Der französische Präsident Emmanuel Macron und die Kanzlerin Angela Merkel treffen heute zu Gesprächen in Berlin zusammen, um unter anderem über die Zukunft Europas zu sprechen. Wird der für 2019 vorgesehene neue Elyséevertrag auf der Agenda stehen? Die Deutsch-Französische Reflexionsgruppe, bestehend aus Experten der deutsch-französischen Beziehungen, hat in ihrem 7. Positionspapier hierzu eine Reihe von Vorschlägen entwickelt.
Europäische Außenpolitik im Jahr 2027: Bereit für das Unerwartete
Vor welchen Risiken könnte die Europäische Union (EU) im Jahr 2027 stehen? Angesichts interner Spannungen und der internationalen geopolitischen Entwicklungen muss die EU ihre Rolle in der Welt neu definieren und zugleich ihr Kernprojekt stärken. Die europäische Integration umfasst alle Ebenen europäischer Politik; die damit verbundenen Risiken betreffen daher stets die EU in ihrem Ganzen.
Macron möchte eine schlagkräftige EU
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beschleunigt die Verteidigungszusammenarbeit der EU. Das größte Hindernis stellen die deutsch-französischen kulturellen Unterschiede dar. Können Terrorismus, Trump und Putin eine engere militärische Zusammenarbeit in Europa erzwingen? Ja, sagt Barbara Kunz, Forscherin am Französischen Institut für Internationale Beziehungen (Ifri) in Paris und Expertin für Verteidigungszusammenarbeit in der EU.
Für eine deutsch-französische Initiative zugunsten der jungen Generation in Europa
Wenn Europa in den kommenden Jahren im globalen Wettbewerb mit anderen dynamischen Regionen nicht den Anschluss verlieren will, muss es verstärkt in die wichtigste Ressource investieren, über die es verfügt: die Jugend. 2018 sollte daher das Jahr einer deutsch-französischen Initiative werden, die die junge Generation in den Mittelpunkt rückt: einer Initiative, die sich auf die Mobilität der Jugendlichen, die berufliche Bildung und die Vermittlung der europäischen demokratischen Werte konzentriert.
Beyond ‘pro’ and ‘anti’ Putin: Debating Russia Policies in France and Germany
Im öffentlichen Raum sind die Einstellungen gegenüber Russland heterogen, in Frankreich noch mehr als in Deutschland. Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland steht die Öffentlichkeit Wladimir Putin und seiner Politik im Großen und Ganzen skeptisch gegenüber. Auf politischer Ebene sind die Meinungen jedoch unterschiedlicher. In Deutschland gibt es (immer noch) einen Ansatz, der als "Mainstream" bezeichnet werden könnte. In der französischen Debatte gehen die Ansichten wiederum weit auseinander.
Braucht die EU eine Bombe?
Um nicht von US-Nukleartechnik abhängig zu sein, müsste Frankreich eigentlich seine Waffen teilen. Aber will es das und braucht Europa überhaupt eine Atombombe?
Macrons vereinigte Staaten
Der EU-Gipfel schreibt Geschichte: Vor düsterer weltpolitischer Kulisse verkünden die Europäer eine engere militärische Kooperation. Europa müsse sich selbst verteidigen können, heißt es vor allem in Paris. Im Grundsatz stimmen da alle zu – doch eine gemeinsame Strategie fehlt.
France, Germany, and the Quest for European Strategic Autonomy: Franco-German Defence Cooperation in A New Era
Vor dem Hintergrund wachsender internationaler Sicherheitsbedrohungen ist eine engere deutsch-französische Kooperation als Motor einer gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU unabdingbar. Nur so kann das Ziel der europäischen strategischen Autonomie auf politischer, operationeller und industrieller Ebene erreicht werden. Die konkrete Umsetzung einer deutsch-französischen Sicherheitskooperation ist jedoch in der Vergangenheit verschiedenen Hindernissen begegnet. Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um die Kooperation zu stärken?
Ein Schritt zu einer Verteidigungsunion?
Die 28 Mitgliedsländer der EU geben jedes Jahr knapp 230 Milliarden Euro für die Verteidigung aus. Seit Jahrzehnten versuchen Politiker daher, die europäischen Armeen näher zusammen zu bringen. 23 Mitgliedsstaaten haben sich jetzt auf PESCO verständigt. Ein Blick darauf, wie unterschiedlich PESCO in Deutschland und in Frankreich politisch interpretiert wird, ist jedoch ernüchternd.
Podcast der Bundeskanzlerin A. Merkel zur europäischen Friedensordnung
"Wie sichern wir den Frieden in Europa?" Kurz vor dem TV-Duell der Kanzlerkandidaten Angela Merkel und Martin Schulz, befragt Barbara Kunz - Research fellow des Studienkommittees für deutsch-französische Beziehungen am Ifri - die amtierende Bundeskanzlerin zu verschiedenen Punkten der Außenpolitik, insbesondere im Bezug auf den Frieden in Europa.
Tagesgespräch: Zum deutsch-französischen Ministerrat
Hans Stark, Generalsekretär des Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen, Cerfa, zum deutsch-französischen Ministerrat. Welche Rolle kommt dem Deutsch-französischen Motor für Europa nach den Wahlen zu? Kann Macron so pro-europäisch regieren, wie er es seinen Partnern verspricht? Gibt es in Deutschland Interesse an mehr Integration?
Nach dem Durchmarsch: Wie verändert Emmanuel Macron Frankreich?
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat im Parlament mit seiner Partei die Mehrheit der Sitze erhalten. Barbara Kunz, Wissenschaftlerin im Studienkommittee für Deutsch-französische Beziehungen am Ifri, geht auf den Wahlsieg und seine Folgen ein. Wie wird der junge Präsident Frankreich verändern? Wird er die versprochenen Reformen durchsetzen können?
Nach der Präsidentschaftswahl in Frankreich: "Das Ergebnis ist eine Zeitenwende"
Interview mit Dr. Barbara Kunz vom Institut Francais des Relations Internationales am Tag nach dem ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Emmanuel Macron hat mit seiner jungen Bewegung "En Marche" mit 23,9% der Stimmen vor Marine Le Pen des Front national (21,7%) den ersten Platz belegt. Die Stichwahl findet am 7. Mai statt.
Präsidentschaftswahl "Das ist eine ganz schwierige Aufgabe für Macron"
Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Der Politologe Hans Stark vom Ifri geht davon aus, dass Emmanuel Macron die Stichwahl am 7. Mai gegen Marine Le Pen vom Front National für sich entscheiden wird. Mit gut 24% der Stimmen hatte er am Sonntag mit seiner jungen Bewegung "En Marche" den ersten Wahlgang für sich entschieden.
ZDF Morgenmagazin "Nächster Staatspräsident wird Macron"
Hans Stark vom Französischen Institut für internationale Beziehungen reagiert auf das Ergebnis des ersten Wahlgangs der Präsidentschaftswahlen in Frankreich am Sonntag, den 24. April. Emmanuel Macron hat mit seiner jungen Bewegung "En Marche" mit 23,9% der Stimmen vor Marine Le Pen des Front national (21,7%) den ersten Platz belegt. Die Stichwahl findet am 7. Mai statt.
AfD und Front National zunehmend auf einer Wellenlänge
Seit dem Rechtsruck innerhalb der Alternative für Deutschland (AfD) nähert sich die Partei immer weiter an Frankreichs rechtsextremen Front National (FN) an. Jetzt scheinen beide Bewegungen [über einige Ideen, so wie z.B.] ihre Russlandpolitik zusammenzufinden.
Höhenflug des Front National
Die Politikwissenschaftlerin Barbara Kunz erklärt den anhaltenden Höhenflug des radikalen Front National in Frankreich mit dem Hass vieler Franzosen auf das Establishment. "Die Leute haben die Nase voll von den regierenden Eliten", betont die Expertin vom Pariser Institut für Internationale Beziehungen.
Ifri, eine als gemeinnützige Stiftung anerkannte Forschugseinrichtung ist weitgehend auf private Spenden – Unternehmen und Einzelpersonen – angewiesen, um seine Präsenz und geistige Unabhängigkeit zu gewährleisten. Durch ihre Finanzierung tragen die Sponsoren dazu bei, die Position des Instituts unter den weltweit führenden Think Tanks zu behaupten. Dank eines international anerkannten Netzwerks und Know-hows erweitern die Sponsoren ihr Verständnis geopolitischer Risiken und ihrer Folgen für die globale Politik und Wirtschaft. Im Jahr 2026 arbeitet Ifri mit über 90 französischen und internationalen Unternehmen und Organisationen zusammen.