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Deutsch-Russische Wirtschaftsbeziehungen 2005-2010: Bestimmungsfaktoren, Praxis und Perspektiven

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Note du Cerfa n°73, April 2010
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2005 war Deutschland Russlands bedeutendster Handelspartner, der wichtigste ausländische Investor und der größte internationale Gläubiger. Ende 2007 hat Deutschland dennoch den Spitzenplatz unter den wichtigsten Lieferländern Russlands an China verloren. 

Die beiden Länder versuchen nun den gemeinsamen Wirtschaftsprojekten Finanzhilfen zukommen zu lassen und in Antwort auf den Medwedew-Aufruf zum Aufbau einer intelligenten russischen Wirtschaft die Wirtschaftskooperationen als „Innovationspartnerschaft“ neu zu definieren. 

Die Praxis der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen orientiert sich immer mehr in Richtung des gegenseitigen Austausches. Das Projekt „Nord Stream“ ist, über die Polemik hinaus, die es auslöst, der Kern der deutsch-russischen Energiekooperation. 

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland entwickeln sich also mittelfristig fort, stoßen jedoch auf beiden Seiten auf Vorsicht. Eine pragmatische Verdichtung der Kooperation ist absehbar, ohne dass diese jedoch als strategische Partnerschaft bezeichnet werden sollte. 

Christian Meier ist wissenschaftlicher Oberrat a.D. und arbeitete für die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).

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Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
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Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

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Nicolai von ONDARZA
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Christian MEIER, « Deutsch-Russische Wirtschaftsbeziehungen 2005-2010: Bestimmungsfaktoren, Praxis und Perspektiven », Notes, Notes du Cerfa, Ifri, 1 April 2010.
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