Die deutsch-indischen Beziehungen: wertegeleiteter oder interessensgeleiteter Partner?
Kaum ein anderes asiatisches Land hat in den letzten Jahren eine solche Aufwertung in der deutschen Außenpolitik erfahren wie Indien.
Vor dem Hintergrund des Aufstiegs Chinas und seiner hegemonialen Ambitionen identifizierten die Indo-Pazifik Leitlinien 2020 Indien als einen der zentralen Partner Deutschlands in der Region. Bundeskanzler Merz unternahm seine erste Asienreise im Januar 2026 nach Indien und nicht nach China. Verteidigungsminister Pistorius nannte Indien den wichtigsten strategischen Partner für Deutschland und Europa im Indo-Pazifik. Neue Abkommen wie zum Beispiel zur Dreieckskooperation und zu Migration und Mobilität 2022 sowie erstmalige Flottenbesuche und Militärmanöver haben die Zusammenarbeit seitdem weiter vertieft und unterstreichen damit die neue Qualität der bilateralen Beziehungen.
Die geopolitischen Veränderungen der letzten Jahre haben zu einer stärkeren Übereinstimmung der Interessen geführt, wie eine Analyse der verschiedenen Politikfelder zeigt.
Christian Wagner ist seit 2003 in der Forschungsgruppe Asien bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP).
Diese Publikation ist auf Französisch verfügbar (pdf): Les relations germano-indiennes : un partenariat fondé sur des valeurs ou sur des intérêts ?
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Notes du Cerfa, Nr. 191, Ifri, März 2026
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Die deutsch-indischen Beziehungen: wertegeleiteter oder interessensgeleiteter Partner?
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