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Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens: Letzter Akt eines endlosen Dramas für Deutschland?

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Ifri Editorials, April 2026
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Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am 20. Januar 2026 erklärte Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission: „Geopolitische Schocks können und müssen eine Chance für Europa sein.“

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Rio de Janeiro, Brésil- 16 janv. 2026- Le président brésilien Luis Inacio Lula da Silva rencontre la présidente de la Commission européenne Ursula von der Leyen à Rio de Janeiro.
Rio de Janeiro, Brasilien, 16. Januar 2026 – Der brasilianische Präsident Luis Inacio Lula da Silva trifft die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen. ©Antonio Scorza
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Im Spannungsfeld zwischen einem wirtschaftlich zunehmend selbstbewussten China und den immer protektionistischeren Vereinigten Staaten trachtet die Europäische Union (EU) Exportbeschränkungen, wirtschaftlichem Druck und Zöllen entgegenzuwirken, indem sie „Partnerschaft vor Isolation“ stellt.

Die Umsetzung der EU-Handelsagenda schreitet mit dem Abschluss der Abkommen mit Mercosur und Indien sowie dem Abschluss der Handelsverhandlungen mit Australien in diesem Jahr zügig voran.

Das EU-Mercosur-Abkommen, das oft etwas vereinfachend als „Kühe gegen Autos“-Abkommen bezeichnet wird, war dennoch das Ergebnis eines langen und mühsamen Prozesses. Die 1999 eingeleiteten und 2019 wiederaufgenommenen Verhandlungen wurden 2024 neu gestartet und führten schließlich im Januar 2026 zum Abschluss des Abkommens. Die Kritik an dem Abkommen verstummte jedoch nicht.

 

Marie Krpata ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Studienkomitees für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am französischen Institut für internationale Beziehungen (Ifri).

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Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens: Letzter Akt eines endlosen Dramas für Deutschland?

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Marie Krpata

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Research Fellow, Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri

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Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
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Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

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Accroche

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Nicolai von ONDARZA
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Rio de Janeiro, Brasilien, 16. Januar 2026 – Der brasilianische Präsident Luis Inacio Lula da Silva trifft die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen. ©Antonio Scorza
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Marie Krpata, « Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens: Letzter Akt eines endlosen Dramas für Deutschland? », Editorials, Ifri, 27 April 2026.
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