Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens: Letzter Akt eines endlosen Dramas für Deutschland?
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am 20. Januar 2026 erklärte Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission: „Geopolitische Schocks können und müssen eine Chance für Europa sein.“
Im Spannungsfeld zwischen einem wirtschaftlich zunehmend selbstbewussten China und den immer protektionistischeren Vereinigten Staaten trachtet die Europäische Union (EU) Exportbeschränkungen, wirtschaftlichem Druck und Zöllen entgegenzuwirken, indem sie „Partnerschaft vor Isolation“ stellt.
Die Umsetzung der EU-Handelsagenda schreitet mit dem Abschluss der Abkommen mit Mercosur und Indien sowie dem Abschluss der Handelsverhandlungen mit Australien in diesem Jahr zügig voran.
Das EU-Mercosur-Abkommen, das oft etwas vereinfachend als „Kühe gegen Autos“-Abkommen bezeichnet wird, war dennoch das Ergebnis eines langen und mühsamen Prozesses. Die 1999 eingeleiteten und 2019 wiederaufgenommenen Verhandlungen wurden 2024 neu gestartet und führten schließlich im Januar 2026 zum Abschluss des Abkommens. Die Kritik an dem Abkommen verstummte jedoch nicht.
Marie Krpata ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Studienkomitees für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am französischen Institut für internationale Beziehungen (Ifri).
- Diese Publikation ist auf Französisch verfügbar (pdf): "Entrée en vigueur de l’accord UE-Mercosur : aboutissement d’un drame sans fin pour l’Allemagne ?"
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Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens: Letzter Akt eines endlosen Dramas für Deutschland?
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