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Nach dem Mali, welches Engagement Deutschlands in der Sahelzone?

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Notes du Cerfa, Nr. 169, Juni 2022
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Accroche

Deutschland engagiert sich trotz der Vorbehalte seiner öffentlichen Meinung für eine sicherheitspolitische Unterstützung der Sahelzone, insbesondere durch seine Beteiligung an der Ausbildungsmission der Europäischen Union in Mali (European Union Training Mission, EUTM) und seit kurzem auch in Niger sowie an der Multidimensionalen Integrierten Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali (MINUSMA).

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Arbeitsbesuch des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz in Niger, 23. Mai 2022
Arbeitsbesuch des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz in Niger, 23. Mai 2022
Präsidentschaft der Republik Niger © Autre presse par DR
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Die Sicherheitslage in der Zentralsahelzone hat sich trotz des großen Engagements der internationalen Gemeinschaft seit einem Jahrzehnt stark verschlechtert. Die Ankunft des russischen privaten Sicherheitsunternehmen und Militärunternehmen Wagner Gruppe in Mali führte zur Aussetzung der Ausbildungskomponente der EUTM und damit zum deutschen Rückzug. Nach der Ankündigung des Rückzugs der französischen Operation Barkhane beschloss Berlin hingegen, seine Beteiligung an der MINUSMA um ein Jahr zu verlängern und die Zahl der Soldaten zu erhöhen. Diese Mission ist derzeit das größte Sicherheitsengagement Deutschlands seit seinem Abzug aus Afghanistan im Sommer 2021. Das Sicherheitsengagement ergänzt die Rolle, die Berlin in diesem Gebiet spielt, in einer Zeit, in der der französische Partner seine Segel streicht, und vor dem Hintergrund eines immer härter werdenden strategischen Wettbewerbs südlich der Sahara. Berlin will in diesem Rahmen seine Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft verstärken und seine öffentliche Entwicklungshilfe akzentuieren.

 

Alain Antil ist der Direktor des Sub-Sahara-Afrika-Zentrums des Ifri. Er arbeitet zu politischen Fragen in Mauretanien und zu Sicherheitsfragen in der Sahelzone.

Paul Maurice ist Research Fellow im Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri, wo er sich insbesondere mit Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland.

 

Diese Publikation ist auf Französisch verfügbar: "Après le Mali, quel engagement de l’Allemagne au Sahel ?" (pdf)

 

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Paul MAURICE

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Generalsekretär des Studienkomitees für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) am Ifri

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Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
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Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

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Marc DEBUS
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Arbeitsbesuch des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz in Niger, 23. Mai 2022
Präsidentschaft der Republik Niger © Autre presse par DR

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Paul MAURICE, « Nach dem Mali, welches Engagement Deutschlands in der Sahelzone? », Notes, Notes du Cerfa, Ifri, 23 Juni 2022.
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