Rechtsterrorismus in Deutschland. Die unterschätzte Gefahr?
Im Jahr 2018 stufte das Bundesamt für Verfassungsschutz 24.100 Menschen in Deutschland als rechtsextrem ein. Mehr als jeder zweite Rechtsextreme wird dabei als „gewaltbereit“ bezeichnet. Diese Zahlen zeigen das hohe Gefahrenpotential für den deutschen Rechtsstaat auf, das sich bereits in Form von verschiedenen Terroranschlägen gegen Ausländer, Religionsgemeinschaften und in jüngster Zeit auch Politiker in Deutschland manifestiert hat.
Rechtsextremismus in Deutschland hat sich seit den 90er Jahren tiefgreifend gewandelt, was die Formulierung von Handlungsempfehlungen und die Entwicklung von Präventionsverfahren schwierig gestaltet. Es hat sich ein komplexes und volatiles Netzwerk herausgebildet, in dem die Grenzen zwischen Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und Rechts-terrorismus verschwimmen. Angesichts dieser neuen Herausforderungen haben die nationalen Sicherheitsbehörden begonnen, die Klassifizierung, Prävention und Bekämpfung des rechtsextremen Terrorismus neu zu überdenken.
Nele Katharina Wissmann war von September 2009 bis April 2016 im Cerfa beschäftigt. Seit September 2016 ist sie Associate Fellow.
Diese Publikation ist auch auf Französisch "Le terrorisme de droite en Allemagne. Une menace sous-estimée ?" verfügbar.
Inhalte verfügbar in :
ISBN/ISSN
Verwendung
So zitieren Sie diese VeröffentlichungTeilen
Laden Sie die vollständige Analyse herunter
Auf dieser Seite finden Sie eine Zusammenfassung unserer Arbeit. Wenn Sie mehr Informationen über unserer Arbeit zum Thema haben möchten, können Sie die Vollversion im PDF-Format herunterladen.
Rechtsterrorismus in Deutschland. Die unterschätzte Gefahr?
Verwandte Zentren und Programme
Weitere Forschungszentren und ProgrammeMehr erfahren
Unsere VeröffentlichungenEin Jahr Merz: Neustart gelungen – oder enttäuschte Erwartungen?
Im Wahlkampf hatte Friedrich Merz in Polen und Frankreich viele Hoffnungen geweckt. Wir haben zwei Experten gefragt, was ein Jahr später davon geblieben ist.
Inkrafttreten des EU-Mercosur-Abkommens: Letzter Akt eines endlosen Dramas für Deutschland?
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am 20. Januar 2026 erklärte Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission: „Geopolitische Schocks können und müssen eine Chance für Europa sein.“
Die deutsch-indischen Beziehungen: wertegeleiteter oder interessensgeleiteter Partner?
Kaum ein anderes asiatisches Land hat in den letzten Jahren eine solche Aufwertung in der deutschen Außenpolitik erfahren wie Indien.
Die Landtagswahlen 2026 in Baden-Württemberg: Erster Test für die schwarz-rote Bundesregierung von Kanzler Merz?
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg im März 2026 stellt den ersten großen Stimmungstest für die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz dar. Gleichzeitig ist Baden-Württemberg eines der Bundesländer, das – als wichtiger Standort der deutschen Automobilindustrie und ihrer Zulieferbetriebe – besonders von der durch Klimawandel und die internationale Konfliktkonstellation getriebenen Transformationspolitik betroffen ist.