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Außenpolitik auf Augenhöhe: Macrons EU als Global Player

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Blätter für deutsche und internationale Politik 65 (2020), 4
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Mit zunehmendem Frust blickt Emmanuel Macron auf die Lage im Mittleren Osten: Der Rückzug der USA aus Syrien könnte zu einem Erstarken des Islamischen Staates im syrisch-irakischen Grenzgebiet führen, was wiederum die Terrorgefahr auf französischem Boden anwachsen ließe.

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Zugleich agiert die Nato in dieser Region, in der Frankreich traditionell Präsenz zeigt, nicht nur aus Pariser Sicht zu wenig koordiniert. Das veranlasste Macron kürzlich zu seiner vieldiskutierten Aussage, die Allianz sei „hirntot“– ein Urteil, das auch seine insgesamt äußerst pessimistische Sicht auf den Zustand der internationalen Politik widerspiegelt.

Die ist alles andere als unbegründet: Die jüngsten Zusammenstöße zwischen syrischen, türkischen und russischen Truppen in Idlib mündeten in eine Erpressungspolitik Recep Tayyip Erdoğans: Der türkische Präsident lässt syrische Flüchtlinge per Bus zur griechischen Grenze transportieren, um die EU mit dem Szenario einer erneuten „Flüchtlingswelle“ zu konfrontieren – sollten die Europäer nicht auf seine finanziellen und wahrscheinlich auch verteidigungspolitischen Wünsche im Hinblick auf Syrien eingehen.

Prof. Dr. Hans Stark ist Berater für die deutsch-französischen Beziehungen im Institut français des relations internationales (Ifri) und Professor für zeitgenössische deutsche Landeskunde an der Sorbonne Universität.

Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift „Blätter für deutsche und internationale Politik“ 65 (2020), 4 (S. 91-96).

 

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ISSN : 0006- 4416. G 1800 E

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Hans STARK

Intitulé du poste

Conseiller pour les relations franco-allemandes à l'Ifri

Verwandte Zentren und Programme Weitere Forschungszentren und Programme
Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa)
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Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren. Durch seine Konferenzen und Seminare, die Experten, politische Entscheidungsträger, hochrangige Funktionäre und Vertreter der Zivilgesellschaft beider Länder zusammenbringen, fördert das Cerfa die deutsch-französische Debatte und regt politische Vorschläge an. Es veröffentlicht regelmäßig Studien in zwei Reihen: den « Notes du Cerfa » und den « Visions franco-allemandes ».

Das Cerfa unterhält enge Beziehungen zu deutschen Stiftungen und Think Tanks. Neben seiner Forschungs- und Debattenarbeit fördert das Cerfa die Entstehung einer neuen deutsch-französischen Generation durch originelle Kooperationsprogramme. So führte das Cerfa 2021-2022 ein Programm über Multilateralismus in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Paris durch. Dieses Programm richtete sich an junge Fachkräfte aus beiden Ländern, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten für die Herausforderungen des Multilateralismus interessieren. Es umfasste eine breite Palette von Themen im Zusammenhang mit Multilateralismus, wie internationalen Handel, Gesundheit, Menschenrechte und Migration, Nichtverbreitung und Abrüstung. Zuvor hatte das Cerfa am deutsch-französischen Zukunftsdialog teilgenommen, der von 2007 bis 2020 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) und mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung geleitet wurde, sowie an der Gruppe Daniel Vernet (ehemals Deutsch-Französische Reflexionsgruppe), die 2014 auf Initiative der Stiftung Genshagen gegründet wurde.

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Nicolai von ONDARZA

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Hans STARK, « Außenpolitik auf Augenhöhe: Macrons EU als Global Player », Externe Artikel, Ifri, 30 April 2020.
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