Deutsch-französische Impulse für eine europäische Verteidigungspolitik – zwischen Gestaltungsanspruch und Defiziten
Mehr als 60 Jahre nach dem Élysée-Vertrag und sieben Jahre nach dem Vertrag von Aachen bleibt das deutsch-französische Tandem ein zentraler Machtfaktor innerhalb der Europäischen Union. Beide Länder bündeln einen erheblichen Teil des europäischen Bruttoinlandsprodukts, der industriellen Kapazitäten und der politischen Gestaltungsmacht. Gleichzeitig ist das Kräfteverhältnis im Jahr 2026 asymmetrischer geworden. Deutschland tritt unter Kanzler Friedrich Merz selbstbewusst als finanz- und sicherheitspolitisches Schwergewicht auf, während Frankreich politisch geschwächt ist.
Ein deutsch-französischer „Reset“? Die Ambitionen des deutsch-französischen Ministerrats - Herausforderungen einer gemeinsamen Führungsrolle in Europa.
Friedrich Merz ist als rheinischer Katholik ein Erbe der deutsch-französischen Politik der CDU, von Konrad Adenauer über Wolfgang Schäuble bis hin zu Helmut Kohl. Auch wenn die deutsch-französische Rhetorik und Denkweise bei ihm tief verwurzelt sind, muss man ihre Ergebnisse dennoch relativieren.
Merz-Macron: Funktioniert das neue Tandem?
Ganz der Tradition folgend, führt den neuen Bundeskanzler Merz seine erste Auslandsreise nach Paris. Groß sind die Erwartungen an einen Neustart der deutsch-französischen Beziehungen. Macron und Merz wollen sich besser abstimmen, wenn es um das Freihandelsabkommen Mercosur oder den europäischen Strommarkt geht. Doch ganz oben auf der Liste der Themen steht Europas Sicherheit.
Frankreich wartet auf Friedrich Merz
Viel schlechter als zwischen dem Zögerer Olaf Scholz und dem Draufgänger Emmanuel Macron kann es in den deutsch-französischen Beziehungen nicht werden. Vom Kanzlerkandidaten Merz erhofft sich Paris in einigen Bereichen frischen Wind.
70. Jahrestag des Studienkomitees für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa). Entstehung, Geschichte und Visionen für die deutsch-französischen Beziehungen
Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren.
Europawahlen 2024 in Deutschland und Frankreich: Zwischen nationalem Reflex und vertiefter Integration
Vom 6. bis 9. Juni sind die Europäerinnen und Europäer zum 10. Mal dazu aufgerufen, ihre Abgeordneten für die kommende Legislatur des Europäischen Parlaments zu wählen.
Neue Impulse für festgefahrene Beziehungen – deutsch-französischer Ministerrat tagt im neuen Format
Als am Mittwochabend des 4. Oktober in der Rue de Lille Nummer 78 die Tore des ehrwürdigen Hôtel Beauharnais in Paris geöffnet wurden und die Massen zum Festakt des Tags der deutschen Einheit in der Deutschen Botschaft in Paris einströmten, schienen die Meldungen um den aktuell schlechten Stand im deutsch-französischen Verhältnis fast schon realitätsfern anzumuten.
Neue Talente für Europa Zum aktuellen Stand der Einwanderungspolitik
Ein modernes Einwanderungsrecht zu schaffen, sollte nicht nur im Interesse einzelner Mitgliedstaaten sein. Im Wettbewerb um kluge Köpfe und starke Arme steht die Europäische Union insgesamt aufgrund des demographischen Wandels vor enormen Herausforderungen, die es zu lösen gilt, wenn sie im Systemwettbewerb mit Mächten wie China oder Indien in puncto Innovation und Wirtschaftswachstum mithalten möchte.
So versuchen Paris und Berlin, sich einander wieder anzunähern
Mit einer Harmonieoffensive wollen Deutschland und Frankreich ihre jüngsten Differenzen hinter sich lassen. Den Auftakt macht ein Besuch von Außenministerin Baerbock in Paris.
Laurence Boone – Eine Ökonomin für Europa
Mit Laurence Boone wird in Frankreich eine international bekannte Ökonomin Staatssekretärin für Europaangelegenheiten. Sie arbeitet unter Außen- und Europaministerin Catherine Colonna. Die 53-jährige Boone war vorher Chefsvolkswirtin und seit Januar stellvertretende Generalsekretärin der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Außen- und Sicherheitspolitik. Deutsch-französische Zusammenarbeit seit den 1950er Jahren
Deutschland und Frankreich sind Freunde, Nachbarn und Bündnispartner. An den unterschiedlichen außenpolitischen Interessen beider Staaten ändert das jedoch nichts. Ihre sicherheitspolitischen Herangehensweisen an Konflikte unterscheiden sich sogar grundlegend voneinander.
Die Frankreichstrategie des Saarlandes. Ein deutsches Bundesland auf dem Weg zu einer gelebten europäischen Mehrsprachigkeit
Mit der Frankreichstrategie hat sich das Saarland im Jahr 2014 auf den Weg gemacht, innerhalb einer Generation zu einer leistungsfähigen mehrsprachigen Region deutsch- französischer Prägung zu werden.
Das Weimarer Dreieck drei Jahrzehnte nach seiner Gründung: Bilanz und Perspektiven
Bei seiner Gründung im August 1991 war das Weimarer Dreieck als Forum für trilaterale Konsultationen der Außenminister Frankreichs, der Bundesrepublik Deutschland und Polens über die Zukunft Europas nach dem Ende des Kalten Krieges gedacht.
Deutscher Finanzminister als Schreckgespenst Frankreichs
Christian Lindner gilt in Frankreich als Schreckgespenst. Präsident Emmanuel Macron soll 2017 gesagt haben: "Wenn die Liberalen in die Regierung kommen, bin ich tot." Nun ist Lindner deutscher Finanzminister und Macron steht im Wahlkampf.
Olaf Scholz reist nach Paris: Staatsbesuch mit hoher Bedeutung
Wie blickt man in Frankreich auf den neuen Kanzler? Und warum ist der Besuch diesen Freitag an der Seine mehr als nur Höflichkeit?
Ampel: Grünes Licht für europäischen Föderalismus?
Der neue Bundeskanzler Olaf Scholz will mit seiner Ampel-Koalition Europa föderaler gestalten und das Europaparlament stärken. Offenbart der Koalitionsvertrag andere bemerkenswerte Inhalte zur künftigen Europapolitik? Und welche Ideen stoßen in Frankreich und in der EU auf Wohlwollen?
Eine „grüne Gefahr“? Sorgen, Fantasien und Hoffnung auf Erneuerung prägen Frankreichs Erwartungen an eine mögliche Regierungsbeteiligung der Grünen.
Paris bereitet sich auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der Grünen in Deutschland vor. Fantasien und die Hoffnung auf Erneuerung prägen Frankreichs Erwartungen. Und – man ist etwas beunruhigt.
Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft 2020. Welche Rolle für das Paar Paris-Berlin?
Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 war die letzte Ratspräsidentschaft für Angela Merkel, kurz vor Ende ihrer Kanzlerschaft 2021. Zu Beginn war erwartet wurde, dass die Kanzlerin all ihre Erfahrung und ihren Einfluss würde geltend machen müssen, um zu positiven Ergebnissen zu kommen.
Bundesverteidigungsministerin fordert enge Sicherheitskooperation und warnt vor Gefahren
Während einer Videokonferenz hat Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Dienstag ein Update zum Thema Sicherheit in Europa gegeben – und die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit in diesem Bereich betont.
Von Chirac bis Macron: Die vier deutsch-französischen Duos der Ära Merkel
Während ihrer 16-jährigen Amtszeit hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit vier verschiedenen französischen Staatspräsidenten zusammengearbeitet. EURACTIV Frankreich wirft einen Blick zurück auf diese vier „Führungspaare“ im Mittelpunkt der deutsch-französischen Beziehungen.
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Mehr als 60 Jahre nach dem Élysée-Vertrag und sieben Jahre nach dem Vertrag von Aachen bleibt das deutsch-französische Tandem ein zentraler Machtfaktor innerhalb der Europäischen Union. Beide Länder bündeln einen erheblichen Teil des europäischen Bruttoinlandsprodukts, der industriellen Kapazitäten und der politischen Gestaltungsmacht. Gleichzeitig ist das Kräfteverhältnis im Jahr 2026 asymmetrischer geworden. Deutschland tritt unter Kanzler Friedrich Merz selbstbewusst als finanz- und sicherheitspolitisches Schwergewicht auf, während Frankreich politisch geschwächt ist.
Ein deutsch-französischer „Reset“? Die Ambitionen des deutsch-französischen Ministerrats - Herausforderungen einer gemeinsamen Führungsrolle in Europa.
Friedrich Merz ist als rheinischer Katholik ein Erbe der deutsch-französischen Politik der CDU, von Konrad Adenauer über Wolfgang Schäuble bis hin zu Helmut Kohl. Auch wenn die deutsch-französische Rhetorik und Denkweise bei ihm tief verwurzelt sind, muss man ihre Ergebnisse dennoch relativieren.
70. Jahrestag des Studienkomitees für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa). Entstehung, Geschichte und Visionen für die deutsch-französischen Beziehungen
Das Studienkomitee für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) wurde 1954 durch eine zwischenstaatliche Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich gegründet, um die Kenntnisse über Deutschland in Frankreich zu vertiefen und die deutsch-französischen Beziehungen, einschließlich ihrer europäischen und internationalen Dimensionen, zu analysieren.
Neue Impulse für festgefahrene Beziehungen – deutsch-französischer Ministerrat tagt im neuen Format
Als am Mittwochabend des 4. Oktober in der Rue de Lille Nummer 78 die Tore des ehrwürdigen Hôtel Beauharnais in Paris geöffnet wurden und die Massen zum Festakt des Tags der deutschen Einheit in der Deutschen Botschaft in Paris einströmten, schienen die Meldungen um den aktuell schlechten Stand im deutsch-französischen Verhältnis fast schon realitätsfern anzumuten.
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Deutschland und Frankreich sind Freunde, Nachbarn und Bündnispartner. An den unterschiedlichen außenpolitischen Interessen beider Staaten ändert das jedoch nichts. Ihre sicherheitspolitischen Herangehensweisen an Konflikte unterscheiden sich sogar grundlegend voneinander.
Deutsch-französisches Rüstungsprojekt vor dem Aus: „Ein Machtkampf zwischen zwei Industriekulturen“
Das FCAS-Luftkampfsystem sollte die europäische Souveränität stärken, doch nun steht das 100-Milliarden-Euro-Projekt vor dem Aus. Wie es dazu kommen konnte.
Kampf um den Kampfjet – die vielleicht letzte Chance für FCAS
Bringt der deutsch-französische Ministerrat einen Durchbruch für das Kampfjet-System FCAS? Ein Scheitern der Zusammenarbeit wäre ein Rückschlag für die europäische Verteidigung.
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Frankreich - zwischen strategischem Anspruch und nationalen Interessen
Frankreich rüstet sich für eine unsichere Zukunft. Aussagen des Generalstabschefs über die Opferbereitschaft der Gesellschaft haben eine intensive Debatte ausgelöst: Wie verteidigungsbereit ist das Land – mental, politisch, finanziell?
Rückkehr zum deutsch-französischen Motor?
Trotz guter Chemie zwischen Macron und Merz bleibt der Fortschritt in den deutsch-französischen Beziehungen begrenzt. Streitpunkte wie das Luftkampfsystem FCAS und innenpolitische Herausforderungen bremsen die Zusammenarbeit.
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Ifri, eine als gemeinnützige Stiftung anerkannte Forschugseinrichtung ist weitgehend auf private Spenden – Unternehmen und Einzelpersonen – angewiesen, um seine Präsenz und geistige Unabhängigkeit zu gewährleisten. Durch ihre Finanzierung tragen die Sponsoren dazu bei, die Position des Instituts unter den weltweit führenden Think Tanks zu behaupten. Dank eines international anerkannten Netzwerks und Know-hows erweitern die Sponsoren ihr Verständnis geopolitischer Risiken und ihrer Folgen für die globale Politik und Wirtschaft. Im Jahr 2026 arbeitet Ifri mit über 90 französischen und internationalen Unternehmen und Organisationen zusammen.